Im Auftrag des Netzwerks Zukunft der Industrie e. V. hat die Prognos AG die Lieferbeziehungen in vier deutschen Schlüsselindustrien in einer Studie untersucht: E-Mobilität, Verteidigung, Windkraft und Mikroelektronik.
Die deutsche und europäische Industrie ist global stark verflochten. Bei wesentlichen Rohstoffen und Komponenten ist die Produktion zu teilweise über 90 Prozent auf Lieferungen aus autokratischen Regimen angewiesen. Dies betrifft nicht nur essenzielle Rohstoffe, sondern auch Vorprodukte.
Zu jeder der vier Schlüsselindustrien erscheint mit der Studie ein vertiefendes Dossier. Die fehlenden Kapazitäten und Kompetenzen in allen Fertigungsschritten – von der Rohstoffförderung bis zur Produktion spezifischer Vorprodukte – führen zu starken Abhängigkeiten, insbesondere von der Volksrepublik China. Das birgt Risiken, denn China und andere Länder können ihre Marktdominanz schnell ausnutzen. Das zeigen u. a. die Entwicklungen in der Photovoltaik-Industrie.
Das Fazit von Prognos: Es braucht europäische Antworten auf die monopolistischen Strukturen.
AK
3.8.25

