Katalysator auf Nickelbasis für die Polyolefinverwertung

Forscher der Northwestern University in den USA haben ein Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, Plastikabfälle effizienter wiederzuverwerten als bisherige Methoden. Im Mittelpunkt steht dabei ein neuer Katalysator auf Nickelbasis.

Praktisch ohne Vorsortierung soll mit einem nickelbasierten Katalysator selektiv Polyolefin-Kunststoffe wie Polyethylen und Polypropylen abgebaut werden.

Der speziell entwickelte Katalysator auf Nickelbasis weist eine einzigartige Hydrogenolyseselektivität auf, die die Spaltung verzweigter Polyolefin-C-C-Bindungen begünstigt und so die hydrolytische Trennung von Mischungen aus Polyethylen und Polypropylen ermöglicht. Darüber hinaus kann der Katalysator wiederholt regeneriert werden. Diese Ergebnisse verdeutlichten das Potenzial nickelbasierter Systeme für das selektive Upcycling komplexer Kunststoffabfallströme, so Tobin Marks, leitender Autor der Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Chemistry erschienen ist und kostenpflichtig abgerufen werden kann.

Dem neuartigen Verfahren, das vom US-Energieministerium und dem Chemiekonzern Dow gefördert wurde, wird das Potenzial bescheinigt, eine der größten Hürden im Umgang mit Plastikabfällen zu überwinden – das Sortieren. Es könnte das Recycling von Polyolefinen einfacher, effizienter und wirtschaftlicher machen – unbedingt notwendig für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Studie: Lai, Q., Zhang, X., Jiang, S. et al. Stable single-site organonickel catalyst preferentially hydrogenolyses branched polyolefin C–C bonds. Nat. Chem. (2025). https://doi.org/10.1038/s41557-025-01892-y

AK
1.10.25