Kreislaufführung – Weltweite Hemmnisse

Wie die Studie von der Internationalen Hasndelskammer (ICC) und Ernst & Young (EY) „Putting the circular economy into motion: From barriers to opportunities“aufzeigt, gibt es weltweit erhebliche Hindernisse, mit denen Unternehmen derzeit bei der Umstellung auf kreislauforientierte Geschäftsmodelle konfrontiert sind.

Die neue Studie kommt zu dem Schluss, dass die derzeitigen Regulierungssysteme nicht darauf ausgelegt sind, solche Ansätze im großen Maßstab zu ermöglichen. Grund dafür sind vor allem erhebliche Unterschiede in nationalen Umweltgesetzen, die weiterhin auf linearen Produktions- und Konsummodellen basieren.

Zu den regulatorischen Hindernissen gehören:

  • komplexe und fragmentierte Import- und Exportverfahren für Sekundärrohstoffe, die erhebliche Kosten für die Einhaltung der Vorschriften und für den Betrieb verursachen;
  • das Fehlen eines gemeinsamen internationalen Standards für „wiederaufbereitete“ Produkte;
  • Zollsysteme, die die Rückwärtslogistik nicht berücksichtigen;
  • keine Anerkennung zirkulärer Ansätze im Rahmen des Basler Übereinkommens von 1989 über gefährliche Abfälle.

Auf der Grundlage einer umfassenden Reihe von Interviews mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen zeigt die Studie eine weitere Reihe von Herausforderungen auf, wie Lücken in der Infrastruktur bis hin zu hohen Anfangsinvestitionen.

Darüber hinaus wird auch auf die Notwendigkeit verwiesen, die Wahrnehmung und das Verhalten der Verbraucher zu ändern, insbesondere im Hinblick auf Vorurteile gegenüber der Qualität von wiederaufbereiteten, überholten oder recycelten Produkten und Materialien.

Der Bericht schließt mit einer Reihe von Empfehlungen zur Förderung zirkulärer Geschäftsmodelle, beginnend mit einer Erleichterung des grenzüberschreitenden Handels mit Sekundärrohstoffen.

Presseerklärung vom 9. Oktober 2024

AK
2.11.24