Kreislaufwirtschaft: Chancen für Umwelt und Unternehmen

Eine funktionierende Wirtschaft sei auch auf eine intakte Umwelt angewiesen – gefragt seien neue Ideen, um die Folgen des Klimawandels zu reduzieren. Ein Ansatz sieht die Deutsche Bundes Umweltstiftung (DBU) in der Kreislaufwirtschaft.

Die Kreislaufwirtschaft setze auf nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Schonung von Ressourcen etwa durch langlebige, recyclingfähige Produkte. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert in diesem Themenfeld Projekte.

Schlüsselfaktor für Ressourcenschutz und nachhaltige Zukunft

Laut dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) stammten 2023 lediglich 13,9 Prozent aller in Deutschland genutzten Rohstoffe aus der Wiederverwertung. Der Großteil sind damit Materialien, die zum ersten Mal in den Wirtschaftskreislauf einfließen. Diese stehen weitgehend nach der ersten Nutzung nie wieder zur Verfügung. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: „Der kurzfristige Verbrauch wertvoller Rohstoffe belastet die Umwelt erheblich – die gesteigerten Abfallmengen und der immer wieder neue Bedarf an Ressourcen sorgt für stetig wachsende, klimaschädliche Emissionen. Dieses lineare Wirtschaftsmuster ,take-make-waste‚ – also verbrauchen, verwenden, verschwenden – ist ein Auslaufmodell.“ Der DBU-Generalsekretär weiter: „Die Circular Economy, also eine umfassende Kreislaufwirtschaft, wird zum Schlüsselfaktor für eine nachhaltige Zukunft der kommenden Generationen.“ Zirkuläres Wirtschaften gehe dabei weit über Abfall-Recycling hinaus.

Aussichtsreiche Perspektiven in neuen Geschäftsbereichen

Neben der Wiederverwertung von Ressourcen trage die Wiederaufbereitung von Produkten maßgeblich zum Erfolg bei. Ebenso wichtig swei, die Um- und Nachrüstung bestehender Produkte mit neuen Technologien und die Reduzierung benötigter Ressourcen. Weniger Material, Transport und Abfälle spare erhebliche Kosten. Außerdem böten sich für Startups ebenso wie für etablierte Unternehmen aussichtsreiche Perspektiven in neuen Geschäftsbereichen – ökonomisch wie ökologisch ein Gewinn.

Mechanisches Recycling macht Kunststoffe wieder nutzbar

Ein Beispiel für den Erhalt von Rohstoffen im Wirtschaftskreislauf ist das Recycling von Kunststoff. Dabei sei besonders das mechanische Recycling bedeutend. Durch Innovationen bei der Reinigungs- und Sortiertechnik sei dieser inzwischen oft von ähnlicher Qualität wie neu hergestellter Kunststoff. Ein zusätzlicher Vorteil: Das mechanische Recycling biete weiterhin viel Entwicklungspotenzial. Zum Erfolg einer umfassenden Kreislaufwirtschaft trügen in großem Maße die Unternehmen bei, die in Netzwerken kooperieren., so der DBU-Generalsekretär.

Lösungen für eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft gibt es bereits jetzt

Der DBU-Generalsekretär Bonde ist überzeugt, dass die Circular Economy „kein abstraktes Wirtschaftsmodell der fernen Zukunft“ ist. Es gäbe bereits zahlreiche ökologisch und ökonomisch erfolgreiche Lösungen. Bonde forderte, die Circular Economy müsse integraler Bestandteil einer gesellschaftlichen Transformation werden und eine Circular Society beflügeln. Es geht darum, in Kreisläufen zu arbeiten, zu wirtschaften und zu handeln.

Pressemitteilung der DBU vom 4. Juni 2025 zum „Tag der Kreislaufwirtschaft“ in Berlin, organisiert vom BDE -Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e. V.

AK
5.6.25