Kreislaufwirtschaft sei eine Antwort auf volatile Rohstoffmärkte, so der Fachverband Kunststoffrecycling.
Die aktuelle geopolitische Lage und steigende Ölpreise verdeutlichten einmal mehr, wie stark große Teile der Industrie weiterhin von fossilen Rohstoffen abhängig sind. Diese Abhängigkeit wirke sich unmittelbar auf die Kosten von Primärkunststoffen aus und erhöht die Anfälligkeit gegenüber externen Krisen und Preisschwankungen.
Aus Sicht des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling zeigt sich in dieser Situation deutlich: Unternehmen, die bereits frühzeitig auf den Einsatz von Rezyklaten gesetzt haben, sind heute deutlich widerstandsfähiger aufgestellt. Sie profitieren von stabileren Kostenstrukturen und einer geringeren Abhängigkeit von volatilen Rohölmärkten. Beispiele aus der Praxis belegen, dass ein konsequenter Umstieg auf Kreislaufwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch strategisch ist.
Vor diesem Hintergrund appelliert der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling an die Industrie, den Einsatz von Rezyklaten konsequent auszubauen und sich frühzeitig verlässliche Bezugsquellen zu sichern – auch mit Blick auf die kommenden regulatorischen Anforderungen, insbesondere die PPWR. Langfristige Partnerschaften entlang der Lieferkette seien dabei ebenso entscheidend, wie der Aufbau stabiler Beschaffungsstrukturen, um zukünftige Engpässe zu vermeiden.
AK
10.5.26

