Mikroplastik im Fisch

Die Ergebnisse des Projekts „PlasM – Mikroplastik im Fisch“, gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), durchgeführt vom Thünen-Institut, liegen vor. Ziel von PlasM war es, das Risikos durch Plastik in der Meeresumwelt insbesondere für Fische und auch für den Verbraucher besser zu bewerten.

Kurz zusammengefasst:

Welche Fischarten oder geografische Regionen sind besonders betroffen?

  • Klieschen und Heringe aus der Nord- und Ostsee nehmen Mikroplastikpartikel oral auf.

Welche Plastikarten und -größen dominieren?

  • Der Meeresboden der Nord- und Ostsee ist vor allem mit Plastikmüll belastet. Makroplastik bestand meist aus Polyethylen, Polyproylen oder Polyamid. Mikroplastik bestand meist aus Polypropylen.

Wirken sich aufgenommene Plastikpartikel auf den Gesundheitszustand von Fischen aus?

  • Mikroplastik-Fasern im Wasser beeinträchtigen Befruchtung und Fischentwicklung nicht. Aufgenommene Mikroplastik-Fasern schaden Wachstum und Gesundheit von Stichlingen nicht.

Besteht ein Risiko durch Plastik-assoziierte Schadstoffe?

  • Das ist für Meeresfische in Nord- und Ostsee u.a. aufgrund der absolut geringen Mikroplastikmengen unwahrscheinlich.

Welches sind die geeignetsten Methoden zur Extraktion von Plastikpartikeln aus Fischen?

  • Die Methode ist Teil einer Publikation, die derzeit in Vorbereitung ist.

Welches sind die effizientesten Methoden zum Nachweis und zur Charakterisierung von Plastikpartikeln im Rahmen der Meeresüberwachung?

  • Die µ-FTIR-Methode ist für die Erfassung von Mikroplastik sehr gut geeignet, wenn auch sehr zeitaufwändig in probenvorbereitung und Messung.

 

AK
8.9.22