BfR-Verbraucherschutzforum Mikroplastik

2. Dezember 2025/ Online – Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) lädt gemeinsam mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zum Verbraucherschutzforum „Mikroplastik – Was wissen wir heute?“ ein.

Die Veranstaltung beleuchtet den aktuellen Stand der Wissenschaft und fördert den Austausch zwischen Expertinnen und Experten aus Forschung, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

Aktuelle Studien weisen Mikroplastik zwar in zahlreichen menschlichen Organen nach und bringen es in Zusammenhang mit diversen Krankheiten – doch wie verlässlich sind diese Studien? Gibt es methodische Defizite? Handelt es sich bei den nachgewiesenen Partikeln wirklich um Mikroplastik?

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft stellt Mikroplastik eher ein geringes Gesundheitsrisiko für den Menschen dar. „Die meisten Partikel können vom Körper nicht aufgenommen oder verarbeitet werden, und die Mengen, die aufgenommen werden, sind vermutlich zu gering, um der Gesundheit zu schaden“, so der BfR-Präsident Professor Dr. Andreas Hensel.

Das Forum soll eine Plattform bieten, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, mögliche Schlussfolgerungen zu ziehen und Sorgen in der Bevölkerung zu adressieren.

Während die wissenschaftliche Bewertung derzeit eher beruhigend ausfällt, mehren sich Hinweise auf eine andere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit: Das Thema stößt auf großes Interesse, doch vielfach besteht geringes Wissen – die Sorge um gesundheitliche Auswirkungen ist weit verbreitet.

Neben der Toxikologie, Eintragspfaden, Exposition und Methodik soll auch diese Diskrepanz zwischen wissenschaftlichem Kenntnisstand und öffentlicher Wahrnehmung Thema des Verbraucherschutzforums sein.

BB
12.11.25