Potentiale zur Kreislaufführung besser ausschöpfen

Der jetzt vorliegende Bericht der Sonderarbeitsgruppe „Rezyklateinsatz stärken“ der Umweltministerkonferenz enthält zahlreiche Vorschläge, wie das Recycling von Kunststoffen vorangetrieben werden kann.

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Getrieben von dem Willen, die Potentiale zur Kreislaufführung von Kunststoffen besser auszuschöpfen, beschlossen die Umweltminister im November 2020, in einer Sonderarbeitsgruppe „Rezyklateinsatz stärken“ (RESAG) unter Beteiligung wichtiger Akteursgruppen die drängendsten Fragen zur „Förderung des Rezyklatmarktes“ zu analysieren und regulatorische Lösungen zu erarbeiten

Die RESAG hat in der Zeit von Januar 2021 bis Januar 2022 unter der Leitung der Umweltministerien von Brandenburg und Baden-Württemberg mit 121 Vertreterinnen und Vertretern aus dem Handel, von Herstellern, Kunststoff verarbeitendem Gewerbe, Rezyklatherstellern, Entsorgungswirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft in vier Arbeitsgruppen und mehreren Unterarbeitsgruppen in zusammengenommen rund 30 Sitzungen Rahmenbedingungen und Forderungen zur Stärkung des Rezyklateinsatzes von Kunststoffen entwickelt und umfassend diskutiert. Der vorliegende Bericht sei auf Basis dieser Gruppenergebnisse von den Umweltministerien Brandenburg und Baden-Württemberg verfasst.

10 als Best-off benannte Forderungen aus den insgesamt 27 Vorschlägen:

  • Forderung 1: Rechtsverbindliche bundesweit einheitliche Wertstoffsammlung einführen1
  • Forderung 2: Reallabore für Innovationen schaffen, Förderprogramme weiterentwickeln
  • Forderung 5: Phase-out von nicht bzw. schwer recyclingfähigen Kunststoffen aus dem Markt
  • Forderung 8: Förderschwerpunkt Kunststoffrezyklate weiterentwickeln und ausbauen, Forschungsakteure vernetzen, Wissenstransfer stärken
  • Forderung 13: Mehr Rezykateinsatz durch Verbesserung im Bereich der Standardisierung und Anwendung von Standards und somit der Rechtssicherheit für Wirtschaftsakteure
  • Forderung 14: Rezyklateinsatz durch die öffentliche Beschaffung stärken
  • Forderung 16a: Die Kreislaufwirtschaft sollte als wichtiger Beitrag zum Klimaschutz stärker anerkannt werden. Es sollten Möglichkeiten und Grundlagen vertieft untersucht werden, durch die eine CO2-Gutschrift beim Einsatz von Post Consumer Recyclat (PCR-Materialien) erfolgen kann.
  • Forderung 19: Digitalisierung und Big Data in der Kreislaufwirtschaft – Digitaler Produktpass (DPP)
  • Forderung 20: Einführung einer EU-weiten Mindestrezyklateinsatzquote
  • Forderung 23: Unterstützung der Wirtschaftsakteure im Umgang mit Schadstoffen in Kunststoffen

 

AK
28.5..22

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