Röchling trotzt dem Gegenwind

Die Röchling-Gruppe behauptet sich im Geschäftsjahr 2025 in einem anspruchsvollen Marktumfeld und steigert bei währungskursbedingt leicht rückläufigen Umsätzen erneut ihre Ertragskraft. Mit 2.547 Millionen Euro (–1,7 Prozent) erreicht der Kunststoffverarbeiter nahezu das Vorjahresniveau und erfüllt seine Ziele.

Umsatzstärkster Unternehmensbereich blieb Automotive. Dieser lag mit 1.193 Millionen Euro unter Vorjahr, gleichzeitig verbesserte sich die operative Performance deutlich. Konsolidierungsmaßnahmen wie die Integration der Röchling Precision Components und die Schließung des Werks in Chengdu, China stärken die Kostenstruktur nachhaltig.

Die Sparte Industrial steigert den Umsatz auf 1.138 Millionen Euro (+1,4 Prozent) – getragen vom starken Composite-Geschäft, insbesondere in den Bereichen Energie und Transport. Der Preisrückgang bei Thermoplasten begrenzte die Umsatzdynamik. Das Geschäft mit Fertigteilen unterstützt dabei die Profitabilität anhaltend.

Röchling Industrial investierte 2025 rund 61 Millionen Euro in Sachanlagen. Die Investitionen flossen unter anderem in technische Verbesserungen und Produktionsanlagen, den Ausbau des Sustainability Centers in Geeste-Dalum/Deutschland sowie die Erweiterung des 2024 gegründeten Werks in Nanjing/China. Zum Jahresende beschäftigte Röchling Industrial 4.769 Mitarbeitende, 146 mehr als im Vorjahr. Mit 175 Auszubildenden bleibt die Nachwuchsförderung ein zentraler Baustein.

Im Unternehmensbereich Medical blieb die Erholung weiter aus. Die Zurückhaltung der Kunden drückte genauso auf den Umsatz von 219 Millionen Euro (–5,5 Prozent) wie Kosten für Professionalisierung und Modernisierung, des kleinsten Unternehmensbereichs. Letztere kommen allerdings gut voran.

Regional wuchs Europa ohne Deutschland (+4,4 Prozent), während Deutschland und Asien rückläufig waren; die geringeren Umsätze in Amerikas sind nicht zuletzt auf Umrechnungseffekte zurückzuführen.

Insgesamt investierte Röchling 112 Millionen Euro, reduzierte gleichzeitig die Belegschaft auf 11.401 und hielt die Zahl der Auszubildenden mit 289 konstant hoch.

AK
8.6.26