Rückgang bei neuen Ausbildungsverträgen zum Kunststoff Verfahrensmechaniker/in

Der negative Trend rund um den Ausbildungsberuf zum/r Kunststoffverfahrensmechaniker/in setzte sich 2022 weiter fort – und dass bei einem bereits niedrigen Ausgangsniveau: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.429 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen; ein Rückgang um gut acht Prozent gegenüber dem Jahr 2021.

Damit setzt sich eine bereits länger anhaltende Entwicklung immer schneller fort: Der Kunststoffverarbeitenden Industrie geht der „Rohstoff Mensch“ verloren.

Und das in einer Zeit, in der nach Aussage des Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie knapp 30 Prozent aller Unternehmen der Kunststoffverarbeitung in Deutschland ihren Personalbestand im Jahr 2023 gerne erweitern würden. Immerhin sollen danach 60 Prozent mit einer Beibehaltung der Belegschaft planen. Folglich geht es hier um eine gesunde Branche mit zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen – für die sich allerdings immer weniger junge Menschen begeistern können.

„Die Suche nach technischem Nachwuchs bleibt schwierig. Die Kunststoffverarbeitende Industrie könnte in der technischen Berufsausbildung gut zweimal so viele Ausbildungsplätze besetzen, wie es aktuell der Fall ist“, ordnete Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer pro-K, die neuesten Zahlen zur Ausbildungsentwicklung ein. „Gut ist, dass das Thema mittlerweile bei der Politik angekommen ist. Mit der Exzellenzinitiative der Bundesregierung soll nun auch in den Gymnasien stärker als bisher auf die duale Berufsausbildung hingewiesen werden, so dass sich mehr junge Menschen für eine (technische) Berufsausbildung entscheiden.“

Bild: Pro-K