Statusbericht Kreislaufwirtschaft 2026

Der Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2026 aus den Reihen der Entsorgerbranche liegt vor.

Langfassung (259 Seiten)

Zusammenfassung (2 Seiten)

Der Statusbericht basiert auf einer Analyse der rechtlichen, ökonomischen und technologischen Rahmenbedingungen der deutschen Kreislaufwirtschaft. Der Bericht bündelt die Perspektiven der größten Kreislaufwirtschaftsverbände und ordnet aktuelle Entwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene ein.

Neben den funktionierenden Systemen der Abfallerfassung und -behandlung hänge der tatsächliche Wiedereinsatz von Materialien in hochwertigen Anwendungen von einer Vielzahl weiterer Faktoren ab, darunter Produktgestaltung, Materialqualitäten, Marktnachfrage nach Sekundärrohstoffen sowie rechtliche Vorgaben. Technische Möglichkeiten bildeten hierfür eine wichtige Grundlage, entfalteten ihre Wirkung jedoch nur im Zusammenspiel mit geeigneten Markt- und Rahmenbedingungen.

Circular Economy: Akzeptanz, Märkte und Rahmenbedingungen entscheiden

Der Statusbericht identifiziert wesentliche Herausforderungen und Handlungsfelder für die Weiterentwicklung der Circular Economy:

    • Akzeptanz und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sind entscheidend für den Erfolg von Sammel- und Trennsystemen.
    • Getrennte Erfassung bleibt die Grundlage hochwertiger Recyclingprozesse, stößt aber in der Praxis auf strukturelle Grenzen.
    • Sekundärrohstoffmärkte sind volatil; Preis- und Wettbewerbsnachteile gegenüber Primärrohstoffen hemmen Investitionen.
    • Planungs- und Investitionssicherheit fehlt, insbesondere durch lange Genehmigungsverfahren und wechselnde regulatorische Vorgaben.
    • Öffentliche Beschaffung wird ihrem Potenzial als Markttreiber für Recyclingprodukte bislang nicht gerecht.
    • Technologische Innovationen sind vorhanden, müssen jedoch konsequenter skaliert und in Deutschland gehalten werden.

Den Statusbericht hat Prognos zusammen mit INFA, INZIN, TafelmitKollegen und Breer visuelle Kommunikation für 15 Verbände der deutschen Kreislaufwirtschaft und die IFAT erstellt.

 

AK
29.4.26