Wie im Clean Industrial Deal angekündigt, bereitet die Europäische Kommission ein europäisches Gesetz zur Kreislaufwirtschaft (Circular Economy Act) vor, das im Jahr 2026 verabschiedet werden soll. Das Hauptziel dieser neuen Gesetzgebung soll darin bestehen, den Übergang zur Kreislaufwirtschaft in der EU zu beschleunigen.
Es sollen mehrere Hindernisse damit behoben werden, wie z. B. der Mangel an ausreichender Nachfrage und Angebot an Sekundärrohstoffen (einschließlich kritischer Rohstoffe) sowie die Fragmentierung des Binnenmarkts für Kreislaufprodukte, Abfälle und Sekundärrohstoffe.
Als Vorbereitung hat die Kommission eine öffentliche Konsultation durchgeführt, um die Meinungen aller interessierten Parteien einzuholen.
Auch der Verband der Chemischen Industrie e.V. hat sich positioniert. Die chemisch-pharmazeutische und biotechnische Industrie sei bereit, sich konstruktiv einzubringen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Damit technologische Entwicklungen und neue Geschäftsmodelle erfolgreich sein können, müssten Unternehmen jedoch erkennen können, ob und wie sie betroffen sind. Die derzeitige Komplexität und mangelnde Harmonisierung der Regelwerke erschwere dies erheblich. Es wird eine Politik einfordert, die Unsicherheiten abbaut, Verlässlichkeit erzeugt, Komplexität reduziert und eine europäische Harmonisierung vorantreibt – damit Innovationen nicht ausgebremst, sondern gezielt gefördert werden.
AK
11.11.25

