20 Prozent Gewichtsreduktion durch Organoblech-Hybridfrontend im Audi A8

In einer Entwicklungskooperation zwischen Audi, Magna, LANXESS, Leverkusen, und Bond-Laminates, Brilon, wurde für den Audi A8 ein Frontend in Kunststoff-Metall-Verbundtechnologie mit einer Gewichtsreduktion von 20 Prozent gegenüber einer Aluminium-Lösung und mit gleichzeitig höherer Steifigkeit und Sicherheit entwickelt.

In dem Hybridbauteil kommt neben Aluminium-Blech erstmals leichtes Organoblech zum Einsatz. Aus dem Leichtbauwerkstoff besteht ein 1,0 Millimeter dünnes UProfil, welches im Untergurt des Hybridfrontends eingesetzt wird. Gefertigt wird es von der Decoma Exterior Systems GmbH, einem Tochterunternehmen der Magna International Inc., mit Sitz in Obertshausen bei Frankfurt. Lieferant des Organoblech-Halbzeugs ist die Bond-Laminates GmbH aus Brilon. 


Das Organoblech-Halbzeug wird separat verformt und dann zusammen mit drei Aluminiumblechen in das Spritzgießwerkzeug eingelegt. Anschließend werden die Bleche umspritzt und mit Verrippungen und Versteifungen aus dem leichtfließenden 30 Prozent GV Durethan BKV 30 EF Polyamid 6 von Lanxess versehen. Neben Frontends bestehen für die Organoblech-Hybridtechnologie im Karosseriebereich überall dort große Anwendungschancen, wo Bauteile viel Crash-Energie aufnehmen und hohe Festigkeiten aufweisen müssen. Das gilt zum Beispiel für Rahmenkomponenten von Panoramadächern. Ein weiteres vielversprechendes Anwendungsfeld könnten verstärkende Funktionsmodule für Türen und Klappen sein, in die etwa Aufnahmen für Schlösser und Griffe, Führungen für Fensterheber und verschiedene Befestigungselemente integriert sind. Presseinformation >




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Bild: Lanxess
U-Profil im Untergurt des Hybridfrontends des Audi A8 aus Organoblech ermöglicht 20Prozent Gewichtseinsparung im Vergleich zu Aluminium.
 

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