Anwendung von Terahertz-Spektrometern in der Kunststoffindustrie

Das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ) in Würzburg initiierte ein großes Verbundprojekt im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des BMWi. Vier Partnerunternehmen aus der deutschen Industrie entwickeln gemeinsam in einer interdisziplinären Kooperation mit der Philips-Universität Marburg und dem SKZ ein Terahertz-System, das speziell in der Kunststoffindustrie eingesetzt werden kann. Das SKZ übernimmt hierbei die Koordination des Entwicklungsvorhabens mit einem Volumen von über 1,9 Mio Euro. Das BMWi unterstützt das im Januar 2010 gestartete Projekt im Rahmen des ZIM mit rund 1,1 Mio Euro.

Im Fokus der Entwicklungsaktivitäten sollen insbesondere die Schichtdickenmessung während der Extrusion sowie die Detektion unterschiedlicher Materialkennwerte bei der Kunststoffaufbereitung liegen. Das Messsystem soll entgegen dem bisherigen Stand der Technik auch von Facharbeitern ohne akademischen Hintergrund bedienbar sein. Durch den Einsatz neuer Technologien und Lösungsansätzen sollen die Kosten für ein derartiges System signifikant reduziert werden.


Die Terahertz-Wellen nehmen den Bereich zwischen dem infraroten Licht und den Mikrowellen ein und waren mangels geeigneter Sender und Empfänger bisher mehr von akademischem Interesse. Forschungslabors und Unternehmen arbeiten deshalb mit Hochdruck daran, die Lücke zu schließen – mit der Entwicklung von kompakten Terahertz-Sendern, die mit Lasern arbeiten. Erste Anwendungen wie die an Flughäfen eingesetzten „Nackscanner“ gibt es bereits. Erfolgsstory >

 

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