BASF steigt bei Langglasfaser-Polyamiden ein

BASF in Ludwigshafen steigt in eine neue Klasse von Hochleistungspolyamiden ein und präsentiert dem Markt ihre ersten Polyamide Ultramid® Structure LF mit Langglasfaser (LF)-Verstärkung mit dem Ziel, in weiteren Bereichen Metall durch Kunststoff zu substituieren.

Bei der Herstellung von LF-Kunststoffen entstehen im Pultrusionsverfahren Endlos-Glasfaser-Kunststoffstränge, die auf eine Granulatlänge von 12 mm zurechtgeschnitten werden. Diese können auf konventionellen Spritzgießmaschinen verarbeitet werden. Durch den Spritzguss bildet sich im Bauteil ein dreidimensionales Fasernetzwerk mit größtenteils drei bis sechs Millimeter langen Fasern, die zu neuen Bauteileigenschaften führen im Vergleich zu Teilen aus konventionellen verstärkten Polyamiden mit nur etwa 0,3 Millimeter kurzen Fasern.
 
Die LF-Polyamide Ultramid Structure sind bei hohen Temperaturen sehr steif und fest, während sie bei niedrigeren Temperaturen eine ausgezeichnete Kaltschlagzähigkeit aufweisen. Dazu kommt das günstige Kriechverhalten, der geringe Verzug sowie die im Vergleich zu konventionellem Material deutlich höhere Energieaufnahme und damit Crash-Performance. Naheliegende Anwendungen sind Motorlager, Metalleinsätze in Sitzstrukturen und Crashabsorber . Aber auch dort, wo es um Druckgussersatz geht, bei Schraubgewinden oder Komponenten in Bohrmaschinen und Fahrrädern.


Das Unternehmen startet mit einem kleinen Sortiment aus PA 6- und PA 66-Typen, mit LF-Verstärkung zwischen 40 und 60 Prozent sowie verschiedenen Stabilisierungsarten. Presseinformation >




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