Bioenergiezentrum in Modellstadt Rehau

Bis 2014 wird die Kommune Rehau als eine der ersten Gemeinden mit hoher industrieller Dichte die Vorgaben der Bundesregierung für die geplante Energiewende in die Tat umsetzen. Das Projekt wird neben den Abfallorganisationen der Landkreise Hof und Wunsiedel auch von regional ansässigen Wirtschaftsunternehmen, wie die REHAU Energy Solutions GmbH, realisiert.

Eine Bioenergieanlage zur Vergärung industrieller Nebenprodukte, eine Biogasanlage sowie ein Industriekraftwerk liefern bereits Wärme und Strom. Die Vorbereitungen für den Baubeginn einer Bioabfallanlage laufen nach Plan, die Inbetriebnahme ist für März 2014 angesetzt. Mit dieser Anlage und der ergänzenden Leistung des für 2013 geplanten Nahwärmenetzes nimmt das Vorhaben Bioenergiezentrum in Rehau Gestalt an. Für das komplexe Versorgungssystem Bioenergiezentrum, das allein auf der Nutzung regenerativer Energien, speziell auf Biomasse, basiert, ist die geplante Bioabfallanlage ein weiterer wichtiger Mosaikstein.Mit dem in der Bioabfallvergärung produzierten Biogas werden Gasmotoren angetrieben: Die Anlage erzeugt jährlich rund 19.500 Megawattstunden Energie, rein aus Abfällen. Die anfallende Wärme wird durch ein Nahwärmenetz direkt  an die Verbraucher verteilt, unter anderem an das Schulzentrum und das Hallenbad. Dank eines bereits vorhandenen, ausgedehnten Mikrogasnetzes und verschiedener Nahwärmenetze ist die Stadt Rehau schon ab 2014 in der Lage, den Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch auf rund 40 Prozent zu steigern. Nach Realisierung aller Ausbaustufen wird das Bioenergiezentrum in Rehau jährlich rund 32.257 Megawattstunden Strom und ca. 43.940 Megawattstunden Wärme aus Abfällen und regenerativen Energiequellen produzieren.  Bild: Rehau – Das oberfränkische Rehau plant bis 2014 einen Stromanteil von rund 40 Prozent aus erneuerbaren Energien


Erstellt am 21.01.2013

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