Brennstoffzelle im Dauertest

Ein Stapel von planaren Festoxid-Brennstoffzellen des Jülicher Instituts für Energie- und Klimaforschung am Forschungszentrum Jülich stellte jetzt einen neuen Weltrekord auf: Der Stapel läuft mittlerweile ununterbrochen über 61.000 Stunden, davon 60.000 Stunden mit Stromproduktion.

Die bisher siebenjährige Laufzeit beweist, dass die verwendeten Werkstoffe aller Einzelkomponenten wie Zelle, Dichtungswerkstoffe und metallische Bipolarplatten in dieser Kombination langzeitstabil sind. Für einen stationären Einsatz von SOFCs gilt mittelfristig eine Laufzeit von 40.000, langfristig von 80.000 Stunden als Zielsetzung. Der Jülicher Stapel aus dem Jahr 2007 wird bei 700° Celsius mit Wasserstoff als Brenngas betrieben. Die Degradation – gleichzusetzen mit einem Verlust an Spannung und damit Leistung – liegt bei unter einem Prozent pro 1.000 Stunden Laufzeit. Ein weiterentwickelter Stack aus dem Jahr 2010 hat mittlerweile über 30.000 Betriebsstunden absolviert und altert noch langsamer, seine Degradation liegt bei etwa 0,3 Prozent pro 1.000 Stunden.Das Forschungszentrum Jülich arbeitet seit rund 20 Jahren an der Entwicklung der SOFC. Mittlerweile bündeln dazu fünf Institute ihre Kompetenzen – von der Hochtemperatur-Materialforschung über die elektrochemische Prozesstechnik bis hin zur verfahrenstechnischen Systemverifikation.Bild: Forschungszentrum Jülich – Anodengestützte SOFCs im Format 50 x 50 mm² in einer Aufbewahrungs- und Transportbox.
Erstellt am 16.9.2014

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