CO2 statt Erdöl

Mit einem neuen Verfahren zur Verwendung von CO2 als Rohstoff ist ein Team des Werkstoffherstellers Covestro und der RWTH Aachen in die Endrunde für den Deutschen Zukunftspreis gekommen.

Notwendig: der richtige KatalysatorIns Rollen gekommen ist die CO2-Nutzung mit einem Durchbruch in der Katalyseforschung, wie Professor Dr. Walter Leitner, der an der RWTH Aachen und am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion lehrt und forscht, erläuterte: „CO2 geht nur sehr mühsam chemische Verbindungen ein. Die große Herausforderung war, einen maßgeschneiderten Katalysator zu entwickeln, um die Reaktion so zu steuern, dass sie wirtschaftlich und effizient ist.“Seine Kollegin bei der Covestro, Frau Dr. Berit Stange, hob hervor, dass es sich um eine Plattform-Technologie handelt, mit deren Hilfe sich CO2 für eine breite Palette an hochwertigen Kunststoffen (Polyurethanen) verwenden lässt. „Bereits am Markt erhältlich sind unter anderem chemische Vorprodukte mit CO2, um weichen Schaumstoff für Matratzen und Polstermöbel herzustellen“, so Stange. Die Chemikerin ist bei Covestro in leitender Funktion für Kreislaufwirtschaft zuständig und hat entscheidenden Anteil an der Vermarktung der neuen Technologie. Quellen für CO2
„Kohlendioxid sowie Pflanzen und Kunststoffabfall haben als alternative Kohlenstoffquellen das Potenzial, die Produktion in der Kunststoffindustrie zu revolutionieren“, unterstrich der Covestro-Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Steilemann. „Auf diesem Gebiet nimmt Covestro eine Pionierrolle ein. Fossile Rohstoffe wie Erdöl können nicht länger die Hauptressourcen unserer Branche sein, wenn die Welt in eine nachhaltigere Zukunft aufbricht.“ CO2 kann aus einer Vielzahl von Quellen kommen. Zur Zeit nutzt Covestro Abgase einer benachbarten Chemieanlage.Der Deutsche Zukunftspreis wird am 27. November in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vergeben.Weiter Informationen finden Sie hier. Siehe auch WIP-News „Kohlendioxid zur Herstellung von Sportböden“

Bild: Covestro – CO2 kann jetzt zur Herstellung von weichem Schaumstoff, wie hier im Bild, genutzt werden.

BB
12.09.19

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