Das Urkilo wird leichter

Das 1889 hergestellte Urkilo, bestehend aus 90 Prozent Platin und 10 Prozent Iridium mit einer Höhe und einem Durchmesser von je 3,9 Zentimetern, hat gegenüber dem Durchschnittsgewicht von sechs zur gleichen Zeit hergestellten, offiziell anerkannten Kopien rund 50 Millionstel Gramm an Gewicht verloren.

In regelmäßigen Abständen werden Urkilo und Kopien aufs Genaueste vermessen, um etwaigen weiteren Schwund, der von Reaktionen an der Oberfläche des Zylinders oder von einem Gasverlust des Metalls herstammen könnte,
präzise zu bestimmen.
 
Die genaue Beobachtung der weiteren Veränderungen ist von extremer Bedeutung. Ein verfeinertes Mess-System mit Magnetringsystemen gefertigt von der VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG, Hanau, wird 2013 noch präzisere Messungen ermöglichen, so dass die Veränderungen des Urkilos und seiner Klone noch präzisier erfasst werden können. Dabei bilden diese zwei neuen Magnetringsysteme das „Herz“ der Messapparatur. Die Messungen finden in einem sehr komplexen Aufbau im Hochvakuum statt.
Neben den hervorragenden Eigenschaften des VACODYM-Magnetmaterials, welches die hohen Anforderungen an Homogenität erfüllen konnte, waren vor allem die Erfahrung und das technische Knowhow der VAC-Mitarbeiter ausschlaggebend für die Entscheidung für die Magnete der VAC.
 
Die beiden Magnetringsysteme sind aus vielen einzelnen Magnetstücken, Kuchenstückchen vergleichbar, zusammengesetzt. Nur bei genauer Kenntnis und Berücksichtigung der hohen Kräfte der jeweils einzelnen Segmente, die unterschiedlich magnetisiert sind, ist die Fertigung solcher Ringe möglich. Die geforderten Magnetringsysteme für die Watt-Waage müssen hohe Präzision und extreme Ebenheitsanforderungen erfüllen. Derartige Erfahrungen bietet die Magnetsystemfertigung der VACUUMSCHMELZE in Hanau.

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