Energieeffizienz beim Spritzgießen

BASF und Arburg präsentieren im Rahmen einer Sonderschau auf der Fakuma 2011 Maßnahmen, mit deren Hilfe sich die Energieeffizienz beim Spritzgießen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg steigern lässt.

Als Praxisbeispiel zeigte eine vergleichende Fertigung mit zwei verschiedenen Polyamiden, wie sich die Energieeffizienz durch angepasste Materialauswahl steigern lässt. Dazu produzierte ein elektrischer Allrounder 370 E von Arburg zum Vergleich Testbauteile aus einem Standardpolyamid und einem Material, das bezüglich des Fließverhaltens verbessert wurde. Die Funktion „Energiemessung“ der Selogica-Maschinensteuerung zeichnet  den Energiebedarf des jeweiligen Prozesses auf.Als leicht fließendes Polyamid wurde das fließverbesserte Ultramid® B3WG6 High Speed (PA 6 mit 30 % Glasfasern) der BASF eingesetzt. Die niedrigere Schmelzeviskosität dieses Einsatzstoffes erlaubt durch die verbesserte Fließfähigkeit eine um 40 °C niedrigere  Verarbeitungstemperatur und bis zu 30 % kürzere Zycluszeiten, was  eine auf die Anzahl der hergestellten Teile bezogene Energieeinsparung von insgesamt  30 % bewirkt.  Der elektrische Allrounder 370 E trägt zur Energieeffizienz durch den hohen Wirkungsgrad der servoelektrischen Antriebe und der Kniehebel- Schließeinheit sowie der Energierückspeisung der Servomotoren beim Abbremsen bei. Abhängig von der Anwendung ist eine Verringerung des Energieverbrauchs zwischen 25 und 50 Prozent gegenüber herkömmlichen hydraulischen Standardmaschinen realistisch.  

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