Energiesparpotentiale im Unternehmen ermitteln

Wie lässt sich Energie sparen um Kosten zu senken? Diese Frage beschäftigt aufgrund der gestiegenen Energiekosten zahlreiche Unternehmen.

So auch die Bockenemer Meteor Gummiwerke, die mit rund 50 Kilowattstunden pro Jahr ein gewaltiger Strom- und auch Gasverbraucher sind. Um mit merklich weniger Energie auszukommen und die Kosten für die Produktion zu senken, ist Steffen Weber, Technische Leiter von Meteor, der Energieverschwendung auf der Spur. Mit seinem Team hat er ein Projekt vorangetrieben, das mit Hilfe vieler Einzelmaßnahmen eine sechsstellige Summe pro Jahr einsparen soll. Am Anfang des Projektes stand die umfassende Analyse der Verbräuche im Unternehmen. Diese ist das Herzstück jedes fundierten Energiemanagements, nur so können Kennzahlen ermittelt und mögliche Maßnahmen aufgezeigt werden. In diesem Zuge wurden die Energieströme auf dem Werksgelände durchleuchtet. Kein leichtes Unterfangen, schließlich ist Meteor über Jahrzehnte gewachsen. Mit ihm sein Strom- und Gaskreislauf. Erst nach der Analyse können Kennzahlen ermittelt und mögliche Maßnahmen erkannt werden.Die Maßnahmenliste der Meteor ist lang:

  • Beispiel Fadenheizgeräte:
    Sie erwärmen Metallfäden, die ins Profil der Dichtungen einvulkanisiert werden und somit Stabilität sichern. Die Heizleistung der insgesamt sechs Geräte wurde von 33 auf 6 Kilowatt umgebaut. Ersparnis: 57.600 Euro pro Jahr.
  • Beispiel Hallenbeleuchtung:
    Leuchtstofflampen wurden gegen Hallentiefstrahler getauscht. Ersparnis: 20.500 Euro pro Jahr.
  • Beispiel Absaugung:
    Ein Lüfter an den Pressen arbeitet nicht mehr rund um die Uhr, sondern nur noch auf Bedarf und ist zudem drehzahlgeregelt. Ersparnis: 74.000 Euro pro Jahr.

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