Entwicklung eines Bio-Vulkanisats

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Berlin, fördert mit 599.185 Euro Forschungsprojekt „KMU-innovativ – Entwicklung eines neuartigen thermoplastischen Vulkanisates auf Basis nachwachsender Rohstoffe“ bei einem gesamten Projektvolumen von 873.113,00 Euro. Projektpartner sind TECNARO Gesellschaft zur industriellen Anwendung nachwachsender Rohstoffe mbH in Ilsfeld-Auenstein, die Firma Schleich GmbH in Schwäbisch Gmünd, und das Süddeutsche Kunststoffzentrum (SKZ) in Würzburg.

Projektziel ist die Entwicklung einer neuartigen Materialklasse von thermoplastischen Vulkanisaten (TPV), die zu knapp 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen (kurz: Bio-TPV). Damit sind erstmals TPV verfügbar, die ressourcenschonend und im Vergleich zu herkömmlichen Materialien  deutlich polarer sind. Vorteil für Produktion und Umwelt: Hart-Weich-Verbunde können nun erstmals vollständig aus Kunststoffen gefertigt werden, die überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurden.


Über die Vorteile des neuen Bio-TPV – ressourcenschonend, CO2-neutral, polar – sollen von TECNARO zunächst kleinere Anwendungen in lukrativen Marktnischen etabliert werden. Verbrauchs- und Wegwerfprodukte können zum Beispiel mit ihrem Beitrag zum Umweltschutz beworben werden. Zudem bieten sich durch den Projektanteil der Schleich GmbH gute Anwendungsmöglichkeiten im Spielzeugbereich. Auf längere Sicht sollen vor allem im Haushalts- und Verpackungsbereich Marktanteile von mehr als 10 Prozent angestrebt werden.
Das SKZ wird die gewonnenen Erkenntnisse in weiterführenden Forschungsprojekten und Dienstleitungen verwerten.
 


Bild: Schleich – Ein Produkt aus nachwachsenden Rohstoffen von der Firma Schleich GmbH


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