Erdgastanks aus Thermoplasten

DSM stellt Lösungen für die Herstellung gewichtsreduzierter, druckfester Erdgastanks sowohl für die Innenhülle (Liner) als auch für die äußere Verstärkung vor.

Während ein 40-Liter-Stahltank etwa 60 kg wiegt, reduziert sich das Gewicht eines vergleichbaren Tanks vom „Typ IV“ aus Verbundwerkstoff mit einem blasgeformten Liner aus Fuel Lock bis auf 20 kg. Der Tank kann mit einer äußeren Verstärkung aus duro- oder thermoplastischem Material umhüllt werden, wie beispielsweise biobasiertem „ EcoPaXX“ PA410 von DSM.Typ IV steht für Drucktanks auf der Basis von Kunststoff und Endlosfaserverstärkung – im Gegensatz zu Drucktanks der Typen I, II und III, die Metallkomponenten enthalten. Akulon Fuel Lock enthält ein Additiv, das die Gasbarriere von PA6 verbessert und die Kälteschlagzähigkeit (bis 60°C) erhöht. Die Gaspermeation von HDPE-Linern ist laut DSM nicht für Verbundwerkstofftanks vom Typ IV ausreichend. Akulon Fuel Lock als Liner-Material reduziere die Emissionen im Vergleich zu HDPE um den Faktor 150, sodass dem Einsatz von Typ IV Verbundwerkstofftanks in Kraftfahrzeugen nichts mehr im Wege stehe.Die äußere Verstärkung von Druckbehältern vom Typ IV besteht aus Glas- oder Kohlefasern in Epoxidharz oder ungesättigtem Polyester. DSM ist aktiv an der Entwicklung der nächsten, noch leichteren Generation von Typ V Druckbehältern beteiligt. Diese sollen mit einem von DSM entwickelten Tape umhüllt werden, das aus Endlosfasern in einem thermoplastischen Polymer besteht, wie EcoPaXX PA410 oder einem anderen Polyamid der Akulon-Familie. EcoPaXX bietet laut Hersteller den zusätzlichen Vorteil, dass es von der Erzeugung bis zur Nutzung eine neutrale CO2-Bilanz aufweist, da es vollständig aus erneuerbaren Rohstoffen gewonnen werde.Bild: DSM Engineering Plastics – Druck-Erdgas-Tank aus thermoplastischem Composit Erstellt am 4.1.2015

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