Ethylen-Kartell abgestraft

Die Europäische Kommission hat gegen Orbia, Clariant und Celanese eine Geldstrafe von insgesamt 260 Mio. EUR wegen Verstoßes gegen die EU-Kartellvorschriften verhängt.

Westlake wurde nicht mit einer Geldstrafe belegt, da das Unternehmen das Kartell anzeigte.


Die Untersuchung der Kommission ergab, dass von Dezember 2011 bis März 2017 bei der Festlegung des Monthly Contract Price (MCP) vier Ethylenkäufer ihre Preisverhandlungsstrategie gegenüber den Ethylenverkäufern koordinierten, um den MCP zu ihrem Vorteil zu beeinflussen. Die Unternehmen sind Westlake aus den USA, Orbia aus Mexiko, Clariant aus der Schweiz und Celanese aus den USA. Die Praktiken betrafen das Gebiet von Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.


Die für die Wettbewerbspolitik zuständige Kommissarin der Kommission, Margrethe Vestager, sagte: „Dieses Kartell zielte darauf ab, die Einkaufspreise zu manipulieren. Ethylen ist eine brennbare Chemikalie, aus der Materialien wie PVC hergestellt werden, die in vielen Produkten enthalten sind, die wir täglich verwenden. Die vier Unternehmen des Kartells haben illegal Informationen über Einkaufspreise ausgetauscht. Die Kommission toleriert keinerlei Kartelle. Die EU-Kartellvorschriften verbieten nicht nur Kartelle im Zusammenhang mit der Koordinierung der Verkaufspreise, sondern auch Kartelle im Zusammenhang mit der Koordinierung der Einkaufspreise.“



Details in der PE der EU-Kommission vom 14.07.20BB
15.07.20

Menü