EU nimmt fast 2.500 gefährliche Produkte vom Markt

Die EU hat im vergangenen Jahr 2.435 Produkte aus dem Verkehr gezogen, da sie eine Gefahr für die europäischen Verbraucher darstellen.

Dabei handelte es sich vor allem um Spielzeug, Bekleidung und Modeschmuck. Die meisten gefährlichen Waren (64 %) stammten aus China, 14 % von europäischen Herstellern selbst, davon knapp jedes vierte Produkt aus Deutschland. Diese Zahlen hat die EU-Kommission am 23.03.2015 in ihrem Jahresbericht zum EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Nicht-Lebensmittel Produkte (RAPEX) veröffentlicht. Von den gefährlichen Produkten machten Spielzeug mit 28 % und Kleidungs-, Textil- und Modeartikel mit 23 % den größten Anteil aus. Verletzungsgefahr, chemisches Risiko und Erstickungsgefahr waren die Risiken, die am häufigsten von diesen Produkten ausgingen. Die Produkte wurden entweder vom Markt genommen oder die Einfuhr in die EU wurde verboten.Durch das seit 2004 bestehende Schnellwarnsystem tauschen die EU-Mitgliedsstaaten, Lichtenstein, Island und Norwegen und die EU-Kommission Informationen zu gefährlichen Produkten aus. Erkennt ein Mitgliedsstaat ein gefährliches Produkt und nimmt es vom Markt oder verbietet dessen Einfuhr, erhalten die anderen Mitgliedsländer diese Information durch das Schnellwarnsystem. Diese können dann entsprechende Maßnahmen ergreifen, um Verbraucher zu schützen, beispielsweise durch die Rücknahme des Produkts oder ein Importverbot. Nicht erfasst von diesem Schnellwarnsystem werden Nahrungsmittel, Arzneien und Medizinprodukte, da es dafür eigene Mechanismen gibt. Sowohl die Zahl der gefährlichen Produkte, als auch die Zahl der Folgeaktionen ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen: die Zahl der gefährlichen Produkte um drei Prozent, die Zahl der Folgeaktionen um 28 %. Verbraucher und Unternehmen können sich selbst in der Internetdatenbank des Schnellwarnsystems zu gefährdenden Produkten informieren. Pressemitteilung und ausführliche Informationen der EU Kommission
Publikationen der EU Kommission

Erstellt am 30. März 2015

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