European Bioplastics: Biokunststoffmarkt verfünffacht sich bis 2016

Eine aktuelle Marktprognose, die der Branchenverband European Bioplastics, Berlin, jährlich in Kooperation mit dem Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover veröffentlicht, sagt eine Verfünffachung des Produktionsvolumens von Biokunststoffen auf voraussichtlich knapp 6 Millionen Tonnen in 2016 voraus.

Deutlich am stärksten wächst dabei die Gruppe der biobasierten, nicht-biologisch abbaubaren Biokunststoffe. Vor allem für die sogenannten „drop-in“ Lösungen, also Massenkunststoffe wie PE und PET, die jetzt auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden, werden große Kapazitäten neu errichtet.


Teil-biobasiertes PET ist mit rund 40 Prozent aller Biokunststoff- Produktionskapazitäten hierbei führend. Dieser Vorsprung soll bis 2016 weiter auf über 80 Prozent der gesamten Produktionskapazitäten ausgebaut werden. Hinter PET folgt mit 250.000 Tonnen biobasiertes PE, das sind gut vier Prozent der gesamten Produktionskapazitäten.


Für die biologisch-abbaubaren Kunststoffe werden die Produktionskapazitäten bis 2016 voraussichtlich um zwei Drittel steigen. Führende Wachstumsträger sind hier die Biokunststoffe PLA und PHA mit jeweils 298.000 Tonnen (+60 Prozent) beziehungsweise 142.000 Tonnen (+700 Prozent). Während Europa und Nord Amerika weiterhin interessante Standorte für Forschung und Entwicklung sowie wichtige Absatzmärkte sind, siedeln sich neue Produktionskapazitäten bevorzugt in Südamerika und Asien an.
 
Tiefere Einblicke und zahlreiche weitere Daten bietet die vollständige Marktstudie des
Instituts für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover. Diese kann
demnächst über die Hochschule Hannover bezogen werden.

Erstellt am 06.12.2012

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