European Plastics Pact

Initiiert durch Frankreich, die Niederlande und Dänemark wurde der European Plastics Pact am 6. März 2020 gestartet.

15 Regierungen – u.a. Deutschland – sowie 66 Unternehmen und Organisationen traten dem „European Plastics Pact“ bei. Mit ihrer Unterschrift verpflichteten sie sich dazu, die Umstellung auf die Wiederverwendung und das Recycling von Einweg-Kunststoffprodukten und -verpackungen zu beschleunigen.So hat z.B. Sartorius, ein internationales Unternehmen der biopharmazeutischen Forschung und Industrie, den European Plastics Pact unterzeichnet. „Einwegprodukte aus Plastik zur Nutzung in der biopharmazeutischen Forschung und Produktion haben in der Regel einen besseren ökologischen Fußabdruck als vergleichbare Mehrwegprodukte. Dennoch sehen wir Potenzial, die Beanspruchung natürlicher Ressourcen in diesem Bereich zu verringern. Eine wichtige Rolle dabei werden auf Recycling ausgelegte Materialien und Stoffströme spielen. Mit Blick auf die anspruchsvolle Produktfunktionalität und Produktsicherheit ist dies in der biopharmazeutischen Industrie durchaus ein komplexes Thema“, sagte der Sartorius-Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg.Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen sieht in dem heute veröffentlichten „European Plastics Pact“ puren Aktionismus, der falsche Erwartungen weckt und der Kreislaufwirtschaft damit mehr schadet als nützt. „Ehrgeizige Ziele für das Recycling von Kunststoffen sind grundsätzlich zu begrüßen, so lange sie nicht durch unrealistische Annahmen und Aktionismus den Ausbau einer hochwertigen Kreislaufwirtschaft bedrohen“, erklärt Dr. Isabell Schmidt, IK Geschäftsführerin Kreislaufwirtschaft die erheblichen Vorbehalte ihrer Industrie. Durchsetzen des EU-weiten Deponieverbotes und die europaweite Ausdehnung des Pfandsystems für Getränkeflaschen würden mehr helfen Ausgerechnet Frankreich, das sich derzeit durch viel Aktionismus gegen Einwegkunststoffprodukte einen grünen Anstrich verleihen wolle, deponiere noch immer rund ein Drittel seiner Kunststoffabfälle anstatt sie zu verwerten.


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