Forschungsverbund LIGNOS

Das Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg und die EU fördern mit 2,8 Mio Euro das Verbundprojekt LIGNOS „Biopolymergewinnung durch neue biotechnologische Verfahren“. Die Zuwendung geht an den Potsdamer Forschungsverbund, einem gemeinsamen Vorhaben des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm, der Universität Potsdam und der aevotis GmbH, Potsdam.

In dem Verbundprojekt konzentrieren sich die drei Partner auf die effiziente stoffliche Verwertung von pflanzlicher Biomasse. Gemeinsam wollen sie hier Möglichkeiten finden, um aus pflanzlichen Roh- und Reststoffen der Agrar- und Forstwirtschaft mit Hilfe neu entwickelter biotechnologischer Verfahren die enthaltenen Biopolymere zu gewinnen.  


Lignocellulose – ein nachwachsender Rohstoff, der keine Verwendung im Nahrungsbereich findet – steht aufgrund des häufigen Vorkommens und der breiten stofflichen Zusammensetzung im Fokus des Verbundprojekts. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung stellen die drei Potsdamer Forschungspartner Inhalte und Ziele des Projekts vor. Die Arbeitsgruppe Molekularbiologie der Universität Potsdam beschäftigt sich vornehmlich mit der Entwicklung neuer Enzymsysteme. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IAP und der aevotis GmbH wird die Optimierung von Enzymen für den Aufschluss unterschiedlicher Lignocellulosen erforscht. Für die Bereitstellung ausreichender Mengen an Enzymen wird ein Upscaling ihrer Herstellung bis zur kleintechnischen Produktion durchgeführt. Die Anwendung der Enzyme zur Gewinnung von Biopolymeren ist vorwiegend am Fraunhofer IAP vorgesehen, wo auch mit speziellen Expertisen die verschiedenen Produktentwicklungen auf den Weg gebracht werden.


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