Große, gebogene Leuchtflächen

Forscher am INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH haben eine neue Methode entwickelt, Elektrolumineszenz auf großen, gebogenen Oberflächen kostengünstig zu ermöglichen.

Dabei werden spezielle Nanopartikel, sogenannte Phosphore, in einem elektrischen Feld zum Leuchten angeregt. Sowohl die Phosphore als lichtemittierende Schicht als auch alle anderen Bestandteile werden über nasschemische, druckbare Verfahren auf eine Folie aufgetragen.  Die Leuchteinheit besteht aus zwei elektrisch leitenden Schichten, zwischen denen sich die Licht emittierenden Partikel in einer dielektrischen, isolierenden Binderschicht befinden. Mindestens eine der leitenden Schichten ist leitfähig und transparent zugleich, meist basierend auf ITO-Nanopartikeln. Durch die Einbettung in die isolierende Schicht wird die aufgenommene Energie in Licht umgesetzt; eine nennenswerte Erwärmung der Leuchtelemente findet nicht statt. Durch Anlegen einer Wechselspannung erfolgt die Lichtemission aus der elektrolumineszierenden Schicht. Als Leuchtpartikel dienen funktionalisierte Zinksulfid-Nanopartikel, die mit Kupfer oder Mangan dotiert sind. Damit lassen sich grünes und blaugrünes Licht erzeugen. Für die Bearbeitung werden Temperaturen unter 200 Grad Celsius benötigt. Damit können alle benötigten Teil-Schichten auch auf Folien oder andere flexible Substrate aufgebracht werden.Die am INM entwickelten elektrolumineszierenden Lichtfolien lassen sich direkt an die Netzspannung von 230 Volt anschließen. In fortführenden Arbeiten soll über eine weitere Funktionalisierung der Phosphore-Nanopartikel .sowie durch eine veränderte Dotierung oder das Einbringen von farbigen Pigmenten in die Leuchtschicht weißes Licht erzeugt werden. Gleichzeitig wollen die Entwickler die Materialien so verändern, dass die Lichtfolien auch bei niedrigerer Netzspannung eingesetzt werden können.

Erstellt am 15.2.2015

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