Großflächige Graphen-Folie

An der Universität Duisburg-Essen (UDE) wurde mit Mitteln des Landes NRW eine Anlage zur großflächigen Herstellung von Graphen-Folien aufgebaut.

Mit Verfahren der chemischen Gasphasenabscheidung können die Nanowissenschaftler der UDE nun bis zu 80 Quadratzentimeter große Graphenflächen herstellen – für ihre eigene Arbeit, aber auch für andere Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen aus NRW. Graphen könnte die Technikwelt revolutionieren. Es hat nämlich wunderbare Eigenschaften: extrem leitfähig, stabil und doch flexibel, transparent, leicht und eine Million Mal dünner als ein Blatt Papier. Ein Quadratmeter Graphen wiegt weniger als ein Milligramm – und könnte doch eine Katze tragen. Bislang ist der zweidimensionale Werkstoff, der aus einer einzigen Atomlage besteht, in ausreichender Qualität noch schwer zu bekommen und zu teuer. Denn die großflächige Herstellung ist sehr aufwändig.  
  
Der Werkstoff eröffnet viele neue Möglichkeiten – zum Beispiel bei der Energiespeicherung oder der Verpackung von Lebensmitteln. Das Material kommt für viele Branchen in Betracht: den Fahrzeugbau oder die Kommunikationstechnik bzw. die Elektronik. Eine neue Generation von Displays, Prozessoren oder Solarzellen könnte entstehen, wenn sich Graphen industriell produzieren ließe.

Am UDE werden die mikro- und optoelektronischen Möglichkeiten von Graphen ausgelotet die fehlerfreie und großflächige Herstellung von Folien weiter optimiert.

Erstellt am 30.9.2014

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