Hanf in Polypropylen-Komposites

Der Trend zu Komposites aus Polymeren und Naturstoffen setzt sich fort.

So stellt die Fa. Trim Part Solution GmbH als ein Zulieferer der Automobil-Industrie Komposit-Werkstoffe aus Hanf und Polypropylen vor, die eine hohe Dehnbarkeit und Schlagzähigkeit aufweisen. Der Einsatz von bis zu 50% Hanf in Polypropylen-Spritzgußteilen führt zu etwa 20% Gewichtseinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Bauteilen. Das Material kann eingefärbt und hochglanz-lackiert werden und eignet sich für den Einsatz als Blende, Türverkleidung und ähnliches. Der Hanf muß eine gewisse Zeit abgelagert werden, um den Gehalt an flüchtigen Bestandteilen zu reduzieren, dann werden die Fasern mit Polypropylen-Pulver bestreut, das Polymer durch Erhitzen angeschmolzen und das so entstandene Vor-Komposit zu Pellets verarbeitet. Die Pellets werden im Spritzguß weiterwendet. Hier benötigt man lediglich eine Temperatur von 140-180°C, und liegt damit im Vergleich zu der bei der Verarbeitung von glasfaserverstärktem Polypropylen um etwa 100°C niedriger, was zu einer deutlichen Energieeinsparung führt.

10.08.2015

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