Hochtemperaturpolyamid

Rohre, die hohem Druck bei hohen Temperaturen ausgesetzt sind, lassen sich aus Hochtemperaturpolyamid fertigen.

Das zeigt jetzt die neue Ladeluftleitung, die MANN+HUMMEL für den 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenzinmotor der BMW Group herstellt.  Das BASF-Polyamid 66 Ultramid® Endure D5G3 BM mit 15% Glasfasern verfügt über eine hohe Wärmealterungsbeständigkeit, ist gut zu verarbeiten und hat gute akustische Eigenschaften. Die Temperaturbeständigkeit liegt im Dauergebrauch bei 220°C, mit möglichen Spitzenbelastungen bei 240°C.  Damit schneidet Ultramid® Endure BM deutlich besser ab als beispielsweise Polyphenylensulfid (PPS) oder Aluminium, aus dem konventionelle Ladeluftrohre gefertigt werden. Innerhalb der Ladeluftstrecke führt das Ladeluftrohr komprimierte, heiße Luft vom Turbolader in den integrierten Ladeluftkühler. Dabei können Drücke von mehr als 2,5 bar auftreten.Das Hochtemperaturpolyamid kann Rohre aus gerolltem Aluminiumblech ersetzen. Da die Rohrprofile im immer engeren Bauraum nicht mehr rund sind, müssen Metallrohre außerdem im teuren Innenhochdruckumformen (IHU) gefertigt werden. Rohre können mit Ultramid® Endure BM auch zu unterschiedlichen Rohrformen geblasen werden. Die Oberfläche an den Innenseiten bleibt dabei glatt, was zu einem geringeren Luftwiderstand als bei anderen einsetzbaren Kunststoffen führt. Ultramid® Endure BM ist gut mit PA66-Bauteilen, z.B. im Infrarotverfahren, verschweißbar.  Die Schweißnähte halten dem Dauereinsatz bei hohen Temperaturen ebenfalls sehr gut stand. Selbst nach 1.000 Stunden bei 220°C ist keine Rissbildung an der Verbindungsstelle zu erkennen. Entsprechend hoch ist die Festigkeit der Naht. Bild: BASF – Ladeluftrohr von MANN+HUMMEL aus dem BASF-Hochtemperaturpolyamid Ultramid® Endure BM für das Saugblasformen

14.11.16
AK

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