Instrumente für minimalinvasive Operationen

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen zeigt während der Fachmesse MEDTEC in Stuttgart mehrere Instrumente für die patientenschonende minimalinvasive Operationstechnik.

So z.B. ein neues Nähverfahren für Schlüsselloch-Operationen, um Operationswunden im Inneren des menschlichen Körpers zu nähen. Das Nahtmaterial wird dafür durch Laserenergie mit einer Kunststoffhülse reißfest verweißt. Auf diese Weise kann das Gewebe auf engstem Raum schneller und mit reproduzierbarer Fadenspannung vernäht werden.  


Für die Magnetresonanztomographie wurde ein Führungsdraht aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) entwickelt, um einen minimalinvasiven und strahlungsarmen sowie kontrastmittelfreien Eingriff bei Patienten im Magnetresonanztomografen zu möglichen. Die herkömmliche Röntgendiagnostik und Computertomographie sind vor allem für Kinder oft sehr strahlungsintensiv. Der Draht aus Faserverbundkunststoffen kann sich im Gegensatz zu den gängigen Drähten aus Metall im Magnetfeld nicht erhitzen und verursacht keine Bildstörungen. Der Führungsdraht des Fraunhofer IPT bereitet damit einen Weg für Schlüsselloch-Operationen, etwa Herzoperationen bei kleinen Kindern – unter patientenschonenden Bedingungen.


Ebenfalls für den Einsatz im Magnetresonanztomografen entwickelte das Fraunhofer IPT Punktionsnadeln aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Diese eignen sich beispielsweise für Punktionen des Rückenmarks oder Knie- und Bandscheibenoperationen. Sie sind steifer und fester als metallische Nadeln und im Vergleich zu konventionellen Instrumenten unempfindlich gegenüber dem Magnetfeld. Die Nadel, die eine störungsfreie Bildwiedergabe gewährleistet, wird bereits serienmäßig hergestellt und für Operationen am Menschen eingesetzt.



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Bild: Fraunhofer-Institut IPT – Ein neues Instrument zum Schweißen von Operationsfäden im Inneren des Körpers


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