Klimaneutrale Chemie

Chemische Industrie bis 2050 klimaneutral?

Wie das gehen könnte, untersucht die Studie „Low carbon energy and feedstock for the European chemical industry“, erstellt von der Dechema und beauftragt vom Europäischen Chemieverband  CEFIC.Klimaneutral und zugleich wettbewerbsfähig – denkbare Technologien und mögliche Entwicklungsszenarien werden untersucht. Der Fokus der Studie liegt dabei auf den wesentlichen Plattformchemikalien, die am Beginn der Wertschöpfungskette in großen Mengen produziert werden (Ammoniak, Methanol, Ethylen, Propylen, Chlor und die Aromaten Benzol, Toluol und Xylol). Sie sollen für 2/3 aller Treibhausgasemissionen des Chemiesektors verantwortlich sein. Die Studie soll einen ersten vollständigen Überblick über die verfügbaren Technologien für die wichtigsten chemischen Produktionsprozesse liefern. Ferner werden notwendige Rahmenbedingungen benannt, damit die europäische Chemieindustrie den Übergang zur Klimaneutralität verwirklichen kann. Die Betrachtungen gründen im Wesentlichen auf der Nutzung von erneuerbaren Energien, erneuerbar hergestelltem Wasserstoff, CO2 und der Nutzung von Biomasse als Feedstock. Neben den technischen Möglichkeiten werden vor allem aber auch die immensen Herausforderungen hinsichtlich des Bedarfs an erneuerbaren Energien und der hohen zu tätigenden Investitionen dargestellt, die mit diesen Entwicklungen verbunden wären.„Viele vielversprechende klimafreundliche Technologien sind heute schon in einem relativ fortgeschrittenen Entwicklungsstadium verfügbar. Die Industrie muss einen Weg finden, um Hürden bei Investitionen, Rohstoff- und Energieversorgung zu überwinden, damit sie in großem Maßstab in Europa eingesetzt werden können“, sagte Marco Mensink, Generaldirektor des europäischen Chemieverbands CEFIC.

BB 
9.08.2017

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