Kosten sparen durch Bestrahlung

Häufig ist es nicht erforderlich, von Standardthermoplasten auf Technische oder von Technischen auf Hochleistungsthermoplasten zu wechseln, um bestimmte verbesserte Eigenschaften im Produkt zu erzielen. Über die Bestrahlung mit Beta- oder Gamma-Strahlen können viele Eigenschaft zu deutlich niedrigeren Kosten in das Produkt eingebaut werden.
Insbesondere eine höhere Hitzebeständigkeit muss nicht durch höherwertige Thermoplaste und den entsprechenden höheren Rohstoffpreis erkauft werden.

Strahlenvernetztes Polyamid kann z. B. durchaus eine Wärmebeständigkeit bis zu 350 Grad Celsius aufweisen. Interessante neue Materialkombinationen können unter Einsatz der Bestrahlungstechnologie realisiert werden. Die Bestrahlung ermöglicht die Entkopplung des eigentlichen Produktionsprozesses von der Einstellung der Endeigenschaften: Verarbeitungsvorteile aus dem Spritzguss können so mit den Vorteilen duromerer Werkstoffe verbunden werden. Ein weiterer Zusatznutzen ist die oft drastisch verbesserte Haftung an Grenzflächen, z. B. die Ankopplung der Polymermatrix an Verstärkungsfasern oder signifikant verringerter Abrieb bei bewegten Komponenten.Das Verfahren ist technisch etabliert, verpackte Produkte oder getrommelte Endlosware im geschätzten Warenwert von ca. 2 Mrd. EUR werden alleine in den Anlagen der BGS Beta-Gamma-Service veredelt, wobei die Bauteilgröße auf 12m x 1,6 m begrenzt ist.Einen ersten Einblick in die Möglichkeiten, die die Bestrahlung für den Kunststoffsektor bietet, gab Dr. Andreas Ostrowicki, Geschäftsführer der BGS Beta-Gamma Service & Co. KG in einem Vortrag anlässlich der WIP-Veranstaltung „Von der Idee in den Markt – unterstützt durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ am 28. Mai 2009.Gemeinsam mit den Teilnehmern wurden Ideen für die Zukunft entwickelt, wie die Bestrahlung von Kunststoffen in den Feldern Leichtbau und Medizintechnik unterstützend und kostensparend eingesetzt werden kann.Ansprechpartner:Dr. AndreasOstrowicki
BGS Beta-Gamma Service & Co. KG
Tel.: 02261 7899 0
Mail: ostrowicki@bgs.eu
Homepage > Interesse an der Mitarbeit an „Ideen für die Zukunft“ zu diesem Thema? Bitte melden Sie sich bei der WIP-Netzwerkkoordinatorin: Berit Bartram, Tel.: 0511/98490-27; foerderverein@wip-kunststoffe.de Hier gehts zum Vortrag >

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