Kunststoff-Herstellung mit CO2

Die Bayer AG Leverkusen nahm eine Pilotanlage in Betrieb, um ein neues Verfahren zur Synthese eines Vorproduktes für die Polyurethan Herstellung mithilfe von Kohlendioxid (CO2) aus dem Braunkohlekraftwerk von RWE Power in Niederaußem im technischen Maßstab zu erproben.

Bayer arbeitet hier mit dem Energieunternehmen RWE, der RWTH Aachen University sowie dem gemeinsam von der Hochschule und Bayer betriebenen CAT Catalytic Center zusammen.  Das Land NRW unterstützt – gemeinsam mit Bayer – das Katalysezentrum CAT. Das Projekt „Dream Production“ wird mit Bundesmitteln von rund fünf Millionen Euro gefördert. Inklusive der Beteiligung von Bayer und RWE beträgt der Gesamtetat für dieses Projekt etwa neun Millionen Euro. Falls die Erprobungsphase positiv verläuft, soll ab 2015 die industrielle Produktion von Kunststoffen auf CO2-Basis anlaufen.
 
In der Pilotanlage wird mithilfe des Kohlendioxids im Kilogramm-Maßstab eine der beiden Komponenten hergestellt, die zur Herstellung von Polyurethanen nötig sind. An einer bereits bestehenden anderen Anlage testet Bayer MaterialScience diese Materialien, aus denen vor allem weicher und harter Schaumstoff gewonnen wird.
 
Der effiziente Einsatz von CO2 ist nur möglich, weil zuvor im Katalysezentrum CAT ein geeigneter Katalysator gefunden wurde. In der aktuellen Initiative „Dream Production“ wird am CAT unter anderem die Kompatibilität des Katalysators mit dem Kraftwerks-CO2 geprüft. Die RWTH Aachen University unterzieht das neue Verfahren über alle Stufen einer ökologischen und ökonomischen Gesamtbetrachtung und vergleicht es dabei auch mit herkömmlichen Prozessen und Produkten.




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