Kunststofftechnik im Fokus

Experten und Studierende informieren sich auf der Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik – Theorie und Praxis“ an der Hochschule Osnabrück über aktuelle Trends in der Kunststofftechnik.

Seit 1999 lädt der Laborbereich Kunststofftechnik der Hochschule Osnabrück jährlich  Experten aus der Wirtschaft und Wissenschaft zu seiner traditionellen Fachtagung ein. Zu der inzwischen 14. Tagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik – Theorie und Praxis“ kamen am 20. Mai rund 100 Gäste aus Deutschland und dem Ausland. „Die Kunststofftagung ist mit ihren stets aktuellen Themen ein ideales Forum zum fachlichen Austausch“, lobt Ramin Djamshidian von der Schweizer Firma Sika Technology.


Auch dieses Mal war das inhaltliche Spektrum der Vorträge groß. Der Vormittag stand unter dem Themenschwerpunkt „Kunststoffverarbeitung“:
Referenten zeigten neue Entwicklungen im Spritzgießen und in der Extrusion auf. Am Nachmittag ging es um  aktuelle Trends bei Materialien und Compounds, Rezyklaten sowie in der Materialprüfung. Parallel zur Vortragsveranstaltung fand eine Fachausstellung statt, bei der namhafte Unternehmen der Kunststofftechnik ihre Produkte und Dienstleistungen präsentierten. In einer Posterpräsentation informierten die Wissenschaftler der HS Osnabrück über ihre aktuelle Forschung – etwa über die Entwicklung von Spezialkunststoffen mit Nanopartikeln, bioabbaubare Folien in der Landwirtschaft sowie die Entwicklung wissenschaftlicher Methoden zur Prozessoptimierung beim Spritzgießen.
Außerdem erfuhren die Teilnehmer, welche Neuigkeiten es in der Kunststofftechnik an der HS Osnabrück gibt.


Eine davon ist die Einrichtung des Labors für Kunststoff-CAE unter der Leitung von Prof. Dr. Thorsten Krumpholz, der seit Jahresbeginn die Professur für Kunststofftechnik an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI) innehat. Zu den Arbeitsfeldern des Labors gehören neben dem Konstruieren mit Kunststoffen auch die Berechnung, Modellierung und Simulation von festigkeitsrelevanten Bauteileigenschaften, die Simulation des Fließverhaltens von Kunststoffschmelzen sowie Schwindungs- und Verzugsberechnungen. Somit können in Zukunft in Projekten auch übergreifende Fragestellungen bearbeitet werden, die sowohl Simulation und Herstellung von Kunststoffprodukten als auch deren Prüfung und Analyse beinhalten.  Für das kommende Jahr soll das Labor für anorganische Chemie und Faserverbund-Kunststoffe an den Start gehen – dann wird die Fakultät IuI mit den jetzt schon bestehenden Laboren für Polymerchemie und -analytik, Kunststoffverarbeitung sowie Kunststoffprüfung und Elastomertechnologie insgesamt fünf Forschungsstätten auf dem Gebiet der Kunststofftechnik haben.


Weitere Informationen zur diesjährigen Kunststofftagung finden sie hier.Bild: Hochschule Osnabrück – Neue Trends und Produkte kennen lernen: Diese Möglichkeit bot ihren Teilnehmern die 14. Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik“ an der Hochschule Osnabrück.

Erstellt am 22.06.2012


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