Leuchtende Nanopartikel für Fälschungssicherheit

Forscher des INM haben Leuchtpartikel entwickelt, die als Plagiatschutz bei hohen Temperaturen eingesetzt werden können.

Übliche Leuchtpartikel bestehen aus organischen Verbindungen. Für hohe Temperaturen sind sie nicht geeignet, da sich die Leuchtpartikel dann zersetzen. Nun haben Forscher des INM Leuchtpartikel entwickelt, die auch hohen Temperaturen standhalten.  Motorteile im Auto, hochwertige Maschinen im Industriebereich oder edle Geräte in Privathaushalten – manche dieser Alltagsgegenstände sind während ihres Einsatzes hohen Temperaturen ausgesetzt. Gerade originale Autoteile und entsprechende Ersatzteile sind für Hersteller und Verbraucher ein Gütesiegel. Diese Originalität kann nur nachgewiesen werden, wenn der Plagiatschutz hohe Temperaturen übersteht und einfach auszulesen ist. Ein fehlender Plagiatschutz auf gefälschten Ersatzteilen bewahrt den Original-Hersteller im Schadensfall vor Regressansprüchen. Die vom INM entwickelten hitzebeständigen Leuchtpigmente basieren auf Yttrium- oder Gadolinium-Oxid mit einer Temperaturstabilität bis ca. 600 Grad und können in weiß oder durchsichtig verwirklicht werden. Unter UV-Licht oder unter Röntgenstrahlung leuchten sie orange-rot.  Durch unterschiedliche Herstellungsbedingungen sind Partikel in Größen zwischen sieben und circa 600 Nanometer möglich. Dadurch können die Forscher auf unterschiedliche Anforderungen und Prozesse aus der Industrie Rücksicht nehmen.  Sie lassen sich mit geeigneten Lösungsmitteln auch in druckfähige Pasten überführen und somit einfach zum Beispiel über Siebdruckverfahren strukturiert auf viele Trägermaterialien aufbringen.Foto: INM -Transparente hitzebeständige Leuchtpigmente auf Basis von Yttrium- oder Gadolinium-Oxid  leuchten unter UV-Licht oder unter Röntgenstrahlung orange-rot.

1.5.15
AK

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