Marktstudie Polyvinylchlorid

Das Marktforschungsinstitut Ceresana hat eine neue Marktstudie über Polyvinylchlorid (PVC) erstellt.

PVC ist eines der Hauptprodukte der chemischen Industrie und zählt neben Polypropylen und Polyethylen zu den am meisten produzierten Kunststoffen. Weltweit wurden im Jahr 2013 rund 39,3 Mio. Tonnen PVC verbraucht. Ceresana erwartet bis zum Jahr 2021 einen jährlichen Verbrauchsanstieg von durchschnittlich 3,2%.
Asien-Pazifik ist mit einem Verbrauchsanteil von annähernd 56% der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt und wird auch das stärkste Wachstum aufweisen. Die Märkte in Nordamerika und Westeuropa sind jedoch nach starken Einbrüchen in den letzten Jahren mittlerweile ebenfalls wieder auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt. Die US-amerikanischen PVC-Produzenten konnten die schwache Inlandsnachfrage der letzten Jahre durch einen starken Exportanstieg ausgleichen, da in den USA die Rohstoffkosten für PVC aufgrund des Schiefergas-Booms stark gefallen sind. In Europa führte die schwache Nachfrage der letzten Jahre zu einer hohen Marktdynamik: Kleinere und mittlere Hersteller wurden aufgekauft oder verschwanden vom Markt. Einzelne Länder, etwa Italien, stiegen dadurch komplett aus der PVC Produktion aus. Während einige Großunternehmen ihre PVC-Sparten abstießen, vereinen Solvay und INEOS ihre Geschäftsbereiche: Das Joint-Venture Inovyn wird voraussichtlich zum Jahresende 2014 den Betrieb aufnehmen.  Die Bauindustrie ist der bei weitem wichtigste Absatzmarkt für PVC-Produkte. Zu den wichtigsten PVC-Produkten zählen Rohre und Rohrleitungen, mit größerem Abstand vor Kunststoffprofilen sowie Folien und Platten. Weitere nennenswerte Anteile an der weltweiten PVC-Nachfrage haben Kabel und Kabelummantelungen sowie Bodenbeläge. Zu den sonstigen industriellen Anwendungen zählen z.B. Beschichtungen in der Automobilindustrie, medizinische Produkte wie Infusionsbeutel sowie Schuhe.Bild: Ceresana

Erstellt am 5.8.2014

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