Material speichert Magnetfeld

Forscher des c fester Stoffe (MPI-CPfS) in Dresden haben ein neues Material entwickelt, in dem sie eine außerordentlich starke magnetische Wechselwirkung nachweisen konnten.

Auch nach Abschalten des externen Magnetfeldes konnte eine magnetische Feldstärke von über drei Tesla in dem neuen Material gemessen werden, ein sehr hoher Wert, wie er beispielsweise von starken Magnetresonanz-Tomographen in der Medizin erreicht wird. Die am MPI-CPfS berechnete und hergestellte Legierung aus Mangan-Platin-Gallium ist scheinbar unmagnetisch. Wie durch einen Tarnmantel geschützt, liegen hier die magnetischen Eigenschaften im Inneren verborgen, während sich um das Material herum kein Magnetfeld detektieren lässt. Um die getarnten magnetischen Eigenschaften ihrer neuen Verbindung besser zu begreifen, wurden Versuche in einem Hochfeld-Magnetlabor mit gepulsten Magnetfeldern in Dresden. sowie weitere Experimente in statischen Magnetfeldern in  Nijmegen, durchgeführt. Es gelang den Wissenschaftlern schließlich, dem Material ein Magnetfeld von über drei Tesla aufzuprägen. Dazu wurde die Legierung in einem mehr als 20 Tesla starken, statischen Magnetfeld kontrolliert abgekühlt, was schließlich zu einer magnetischen Wechselwirkung im Material führte.
Die neuen Ergebnisse sind besonders interessant für die Grundlagenforschung. Doch auch zu möglichen Anwendungen ist es nur ein kleiner Schritt: So ist es bereits gelungen, eine andere Verbindungen zu finden, deren magnetischer Phasenübergang sich oberhalb der Raumtemperatur befindet. Das könnte neue magneto-elektronische Bauelemente mit einer ungewöhnlich stabilen Magnetisierung  ermöglichen.Quelle: Max-Planck-Instituts für Chemische PhysikBild: MPI – Max-Planck-Forscher entdecken starke MagnetisierungErstellt am 1. April 2015

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