Mehrweg statt Greenwashing

Sortiersysteme für Verpackungen aus kompostierbarem Biokunststoff mangelhaft

Der Verein „Deutsche Umwelthilfe“ (DHU) bemängelt unzureichende Sortiersysteme für Verpackungen aus kompostierbarem Biokunststoff.Verpackungsmüll sei nicht umweltverträglicher, weil er aus Biokunststoff besteht. Derzeit gäbe es keine gesamtökologischen Vorteile von Biokunststoffen gegenüber solchen aus fossilem Rohöl. Deshalb sollten Hersteller und Händler anstelle von Bioplastik auf Mehrweg setzen.Normalerweise werden gebrauchte Verkaufsverpackungen im Gelben Sack gesammelt. Bei vielen Biokunststoffen mache dieser Entsorgungsweg jedoch keinen Sinn, denn anders als bei gewöhnlichen Kunststoffen werde dieser in der Regel nicht aussortiert und recycelt. „Für viele neuartige Biokunststoffe, wie etwa PLA, gibt es keine eigene Sortiergruppe und sie werden schlicht nicht abgetrennt, sondern gelangen mit anderen Sortierresten aus dem Gelben Sack in die Verbrennung. Im Ergebnis gibt es derzeit für viele Biokunststoffe keine aus Umweltsicht geeignete Entsorgungslösung“, sagt Thomas Fischer, Leiter der DUH-Kreislaufwirtschaft.

Stellungnahme des IfBB vom 9.10.23017: DUH kritisiert Biokunststoffe: Zu Recht?

Bild: Sommer/DUH


BB
29.09.17

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