Nano unter einem D-A-CH

Nanomaterialien können verschiedene Strukturen haben. Entweder erscheinen sie nulldimensional als sogenannte Quantenpunkte, eindimensional, etwa als Nanodrähte, oder zweidimensional als dünne Schichten. Jede der drei Formen bringt ganz besondere elektrische und optische Eigenschaften mit. Die drei Strukturformen wurden bisher separat untersucht. In einem neuen Forschungsvorhaben sollen jetzt Kombinationen der verschiedenen Formen untersucht werden.

In einem Forschungsprojekt der Universität Jena, der Technischen Universität Wien und der Technischen Hochschule Lausanne (Schweiz) wollen vor allem Nachwuchswissenschaftler Quantenpunkte und Nanodrähte zusammenbringen. Die Kooperation fördert als sogenanntes D-A-CH-Projekt die Zusammenarbeit zwischen Universitäten in Deutschland (D), Österreich (A) und der Schweiz (CH). Die Arbeit wird mit einer Fördersumme von insgesamt etwa 600.000 Euro unterstützt; sie bietet die Möglichkeit, an den drei Universitäten in einem internationalen Umfeld praktische Grundlagenforschung zu betreiben.


In allen drei Forschungseinrichtungen sollen Quantenpunkte auf unterschiedliche Art und Weise mit Halbleiter-Nanodrähten verbunden werden. Der Jenaer Schwerpunkt liegt darin, sie in Halbleiter-Nanodrähte aus Zinkoxid zu integrieren und herauszufinden, ob sich daraus tatsächlich neue Funktionalitäten ergeben.  Denkbar ist eine spätere Anwendung als Speichermedium, das optisch auslesbar ist. Da diese Quantenpunkte leuchten, könnten so u.a.  auch neuartige Leuchtdioden entwickelt werden.  

Erstellt am 14.02.2012

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