Neue Additive für Biokunststoffe

Henkel entwickelt neue Polyamid-Hochleistungsadditive auf Basis nachwachsender Rohstoffe, die die Leistungsfähigkeit von Biokunststoffen verbessern.

Biokunststoffe rücken vor dem Hintergrund knapper werdender fossiler Ressourcen verstärkt in den Fokus der Industrie. Im Vergleich zu traditionellen Hochleistungskunststoffen weisen diese jedoch Einschränkungen, unter anderem hinsichtlich ihrer Stabilität und Festigkeit auf. Im Rahmen einer gemeinsamen Kooperation mit dem Compoundeur und Biopolymerspezialisten Tecnaro GmbH, Ilsfeld-Auenstein, ist es Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf,  gelungen, neue Polyamid-Hochleistungsadditive auf Basis nachwachsender Rohstoffe zu entwickeln, die die Leistungsfähigkeit von Biokunststoffen verbessern.Bei Einsatz von Kunststoff-Komponenten, die auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen erzeugt werden, bieten Biokunststoffe eine bessere Ökobilanz im Gegensatz zu klassischen, rohölbasierten Produkten. Mit der zunehmenden Anwendungsvielfalt der Biokunststoffe steigen auch die Ansprüche an Qualität und Verarbeitbarkeit.Die Additive der Marke Macromelt werden für die Herstellung von technischen Kunststoffen verwendet und besitzen einen hohen Anteil an natürlichen Rohstoffen. Möglich wird dies durch den Einsatz von Dimerfettsäuren basierend auf natürlichen Ölen (z.B. Raps- und Tallöl). Neben der generellen Erhöhung des Bio-Rohstoff- Anteils wirken sich die neuen Additive positiv auf das Eigenschaftsprofil der Biokunststoffe aus: Schlagzähigkeit sowie die Faser-Matrix-Haftung werden durch Zugabe des Additivs deutlich verbessert.In Abhängigkeit von der Kunststoff-Formulierung lässt sich durch Zugabe der Additive die zum Verarbeiten erforderliche Temperatur teilweise deutlich senken. Dadurch werden die eingesetzten Fasern geschont – mit positivem Einfluss auf Stabilität und Optik.

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