Neue Wege zu Seltenen Erden

Die Metalle der Seltenen Erden stellen für viele Hochtechnologieprodukte einen unverzichtbaren, weil kaum substituierbaren Rohstoff dar.

Sowohl die deutsche Bundesregierung als auch die EU-Kommission stufen die Seltenen Erden als strategisch wichtige Metalle ein, deren Versorgungssicherheit geopolitisch derzeit gefährdet ist. Die Erschließung neuer Bergwerke sowie die Reaktivierung geschlossener Bergwerke sowie die Gewinnung dieser Metalle auf alternativem Wege ist derzeit eine vordringliche Aufgabe.Das Biotechnologieunternehmen BRAIN AG, Zwingenberg, und das Bergbauunternehmen Seltenerden Storkwitz AG (SES), Chemnitz, gaben die Ausweitung einer strategischen Kooperation auf dem Gebiet der biotechnologischen Anreicherung von Seltenen Erden bekannt. Erste erfolgversprechende Ergebnisse zur Anreicherung von Scandium unter Verwendung mikrobiologischer Verfahren liegen bereits vor. Ein Teil des Forschungsvorhabens wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis hin zur Realisierung einer Bio-Mining Pilotanlage gefördert.In der strategischen Kooperation stellt BRAIN ein umfangreiches „Bio-Archiv“ aus 30.000 Mikroorganismen zur Verfügung. Daraus werden Organismen identifiziert und isoliert, welche die Seltenen Erden spezifisch anreichern können. Mit dem biologischen Verfahren erscheint eine Erschließung auch alternativer Seltenerdquellen möglich, wie aus Industrieabfällen und Haldengewässern. Selbst wenn die Ausgangskonzentration der Metalle sehr niedrig ist, gelingt es, mit dieser Technologie, die Metalle in wirtschaftlich relevanten Quantitäten anzureichern. Es wurden schon Mikroorganismen identifiziert und charakterisiert, die Seltene Erden direkt aus einer im klassischen Bergbauprozess anfallenden wässrigen Lösung anreichern können.

Erstellt am 21.4.2014

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