Open Hybrid LabFactory

Land, Volkswagen und Forschung unterstützen Fraunhofer-Projektzentrum in Wolfsburg

Unweit des Stammwerks und initiiert von der Volkswagen AG wächst das Kompetenz- und Forschungszentrum für wirtschaftlichen Leichtbau und innovative Werkstoff- und Fertigungstechnologien in Niedersachsen. Verschiedene industrielle und wissenschaftliche Partner kooperieren auf kurzen Wegen. In der „Open Hybrid LabFactory“ in Wolfsburg wird die gesamte Wertschöpfungskette von der Kohlenstofffaser über den hybriden Fertigungsprozess zur Herstellung funktionaler Leichtbau-Komponenten einschließlich der konzeptionellen Kompetenzen für die Bauteilauslegung bis hin zum Recycling abgebildet. Alle Prozessschritte in der „Open Hybrid LabFactory“ sind mit international agierenden Technologieführern besetzt, die ihre Kompetenz in den Aufbau der gemeinsam genutzten Forschungsfabrik einbringen. In der Forschungsfabrik wird eine übergreifende, gemeinsame Forschung stattfinden, in der durch Synergien entlang der Prozesskette bisher nicht zugängliche Potentiale in der Materialentwicklung und im wirtschaftlichen Leichtbau gehoben werden sollen. Vollmitglieder des Open Hybrid LabFactory e.V. sind u.a. neben ENGEL und Volkswagen die TU Braunschweig, die Fraunhofer-Gesellschaft und die BASF. Der Bau des Kompetenz- und Forschungszentrums für wirtschaftlichen Leichtbau wurde in Wolfsburg im Dezember 2014 begonnen. An der Maschinenausstattung wird u.a. bereits im Großmaschinenwerk bei ENGEL in Osterreich gebaut, eine ENGEL v-duo 3600 Maschine, das größte Modell dieser Baureihe. Die Maschine soll in Wolfsburg zur Erforschung funktionsintegrierter Composite-Technologien genutzt werden. Auch das Fraunhofer-Projektzentrum für Leichtbau nimmt Konturen an. Im April diesen Jahres unterschrieben der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Professor Martin Winterkorn, der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Professor Reimund Neugebauer, der Präsident der Technischen Universität Braunschweig, Professor Jürgen Hesselbach, und der Erste Vorsitzende des Vereins der Forschungsfabrik „Open Hybrid LabFactory“, Professor Klaus Dilger, in Hannover eine Vereinbarung, wonach das Fraunhofer-Kompetenzzentrum für den Leichtbau in unmittelbarer Nachbarschaft zum „Mobile Life Campus“ und im Rahmen der Open Hybrid Lab Factory in Wolfsburg verwirklicht werden soll. Finanziert wird das Fraunhoferzentrum gemeinsam durch das Land Niedersachsen und die Fraunhofer-Gesellschaft. Die Industriepartner, insbesondere die Volkswagen AG, tragen durch beauftragte Projekte zur Finanzierung bei. Das Land unterstützt das Vorzeigeprojekt mit insgesamt rund 20 Millionen Euro. Die Partner stellen insgesamt 33,3 Millionen Euro bereit. Für die Forschungsaktivitäten der „Open Hybrid Lab Factory“, die als Gewinnerin aus dem Forschungscampus-Wettbewerb des Bundes hervorgegangen ist, stellt das Land Niedersachsen weitere 15 Millionen Euro bereit. Langfristig sehe das Land die große Chance, in Wolfsburg einen Leuchtturm der Leichtbauforschung aufzubauen, betonte Ministerpräsident Stephan Weil. Mehr zur Open Hybrid LabFactory   Mehr zur Engelmaschine Pressemitteilung (vom 22.04.15) des Landes Niedersachsen zum Fraunhofer Projektzentrum Bild: TU Braunschweig – (v.l.n.r.): Prof. Dr.-Ing. Winterkorn (Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG), Stephan Weil (Nds. Ministerpräsident), Prof. Dr.-Ing. Neugebauer (Präsident der Fraunhofer Gesellschaft), Prof. Dr. Neubauer (Vorsitzender des Beirats Open Hybrid LabFactory e.V.), Dr. Heinen-Kljajić (Nds. Ministerin für Wissenschaft und Kultur), Prof. Dr.-Ing. Dilger (1. Vorsitzender des Vorstands Open Hybrid LabFactory e.V.), Prof. Dr.-Ing- Hesselbach (Präsident derTU Braunschweig)

Erstellt am 28. Mai 2015
BB

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