Plastikfreie Meeresböden

Monitoring-Technologie identifiziert und visualisiert Plastikabfall.

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Projekt „MtecPla“ entwickeln Partner aus Industrie und Forschung eine KI unterstütze Monitoring-Technologie, die Plastikabfall am Meeresboden automatisiert identifizieren und visualisieren soll.Ob Strohhalme, Plastikflaschen oder Verpackungen – Kunststoffmüll landet nicht immer in der Recyclingtonne, sondern auch tonnenweise in den Ozeanen. Der weitaus größte Teil davon sammelt sich für den Menschen unsichtbar am Meeresboden. Unklar ist das genaue Ausmaß der Verschmutzung, wo sich besonders viel Plastik ablagert und wie es geborgen werden kann. Ein Konsortium aus Industrie und Forschung – die planblue GmbH, das Robotics Innovation Center des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), die Kurt Synowzik Werkzeug u. Maschinenbau GmbH & Co. KG und das Institut für Biomaterialien und biomolekulare Systeme der Universität Stuttgart – arbeiten im Projekt „MtecPla“ im Rahmen eines TZIM-Projekts zusammen.Ziel ist die Entwicklung einer innovativen Monitoring-Technologie, die automatisiert und großflächig Plastikmüll sowie verschiedene Plastikarten am Meeresgrund erkennen und bestimmen kann. Zudem soll das neue System den Zustand des Plastiks erfassen und die Ergebnisse mit georeferenzierten Daten koppeln. Auf diese Weise ist es nicht nur möglich, den Grad der Verschmutzung einzuschätzen, sondern außerdem Veränderungen des Plastikmülls über beliebige Zeiträume hinweg zu verfolgen und Reinigungsmaßnahmen zu planen. Um dabei auch in menschenfeindliche Tiefen vordringen und weite Gebiete abdecken zu können, soll das neue System in Zukunft nicht nur von Taucherinnen oder Tauchern, sondern ebenso auf ferngesteuerten oder autonomen Unterwasserfahrzeugen einsetzbar sein. Die aus den Tauchgängen gewonnenen Informationen sollen dank automatisch erstellter farbcodierter Karten auch ohne Expertenwissen verständlich sein. 

AK
3.12.20

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