Polyamid für Ladeluft- und Ölsaug-Modul von Nutzfahrzeugen

Das Ladeluftrohr aus dem wärmestabilisierten Polyamid 66 Ultramid® A3W2G6 der BASF, Ludwigshafen, und das multifunktionelle Ölsaugmodul in den LKW-Motoren DD13® und DD15® mit 13 bzw. 15 Litern Hubraum werden von ElringKlinger für Detroit Diesel gefertigt, dem US-amerikanischen Motorenhersteller im Daimlerkonzern.

In beiden Fällen konnten um 50 % leichtere Kunststoffbauteile die Vorgänger aus Aluminium ersetzen. Die Integration weiterer Funktionen wie Öldruckleitung und Rückschlagventil erlaubt weitere Gewichts- und Kostenvorteile.


Das Ladeluftrohr muss 3000 Stunden lang bei 140 °C Druckschwankungen zwischen 0,4 und 3,5 bar ertragen. Hier handelt es sich um spezielle Anforderungen aus dem Nutzfahrzeugbereich. Sie ergeben sich aus der Mischung von turboaufgeladener Frischluft mit dem bis zu 230°C heißen rückgeführten Abgas (AGR: Abgasrückführung). Am AGR-Einleitungspunkt und bei hoher Belastung, wie dem Überwinden steiler Bergpässe, können Temperaturspitzen bis zu 200°C entstehen.


Das Ölsaugmodul des DD13/DD15  umfasst neben dem Ölsaugstutzen und der Öldruckleitung ein integriertes Rückschlagventil. Im Bauteiltest muss es Druckpulsationen über 10 Millionen Lastwechsel zwischen 5 und 13 bar Öldruck bei 120°C an gealtertem Material aushalten. In einer Dauererprobung des Rückschlagventils sind 500.000 Schaltzyklen in Anwesenheit einer scharfen Ölmischung zu überstehen, die nicht nur gealtertes Motoröl sondern auch Kraftstoffanteile enthält.

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