Polymerbeton

Wüstensand in Baumaterial zu verwandeln.

Polymerbeton, an sich nichts Neues. Neu ist, mit Hilfe von Polymerharzen Wüstensand in Baumaterial zu verwandeln. Noppen an den Steinen machen daraus ein Stecksystem, mit dem ganze Häuser angeblich ohne Fachwissen zusammengebaut werden können – Legosteine für Häuser.Die Polyblöcke der Polycare Research Technology werden aus Polymerbeton hergestellt, der zu 90% aus natürlich vorkommendem Sand und zu 10% aus Bindemittel besteht. Die Sande sind frei verfügbare Rohstoffe wie Wüstensand, Abraummaterial aus der Bergbauindustrie oder sogar standardisierter Sand. Das Bindemittel basiert auf einer ungesättigten Polyesterharzmischung, die zu einem großen Teil aus recyceltem PET (Polyethylenterephthalat) hergestellt werden kann. Das Material soll leichter als Beton sein, gleichzeitig widerstandsfähiger gegen Hitze und Frost.Polycare hat eine Einsparung von 60 Prozent CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Betonmaterialien errechnet und kommt nach eigenen Angaben in der Produktion ohne Wasser aus.Das System wurde entwickelt, um dem Häusernotstand in Entwicklungsländern und nach einem Katastrophenfall zu begegnen. Die Produktion soll im jeweiligen Entwicklungsland erfolgen. In Namibia konnte eine erste Fabrik eröffnet werden. Bild: PE Polycare „Delivery of Polyblocks plant to Namibia“

AK
29.4.21

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