Recycling von Verbundmaterialien

Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV zeigt auf der K 2013 in Düsseldorf neue Wege für das Kunststoffrecycling von Verbundmaterialien. Vorgestellt werden drei Varianten des lösungsmittelbasierten CreaSolv®-Prozesses, die ein effektives Recycling von Metall-Kunststoffverbunden, expandiertem Polystyrol (EPS) und Polylactid (PLA) ermöglichen.

Metall-Kunststoffverbunde, wie galvanisierte Kunststoffteile oder umspritzte Metalle wie z.B. Verteilerdosen und Kabelsteckverbindungen können in der Regel nicht mit ausreichender Trennschärfe in ihre Bestandteile getrennt werden. Daher beschränken sich gegenwärtige Aufbereitungsverfahren auf das Recycling nur einer Verbundkomponente. Der CreaSolv®-Prozess ermöglicht eine vollständige Verbundtrennung und kann sowohl metallische als auch polymere Verbundkomponenten recyceln. Expandiertes Polystyrol (EPS) wird derzeit hauptsächlich thermisch verwertet, da mit bisherigen Verfahren aufgrund mangelnder Reinigungsleistung und Wirtschaftlichkeit keine hochwertigen Rezyklate gewonnen werden. Der im Fraunhofer IVV entwickelte Prozess verfügt über ein hohes Reinigungspotential und kann aus EPS-Abfall ein wieder aufschäumbares Polystyrol produzieren. Gleichzeitig wird ein neues Logistikkonzept zur kostengünstigen Sammlung von EPS-Abfällen erstellt.Polylactid (PLA), ein immer wichtiger werdender biobasierter Werkstoff, kann nach dem vom Fraunhofer IVV Institut gezeigten Prozess sowohl als reines PLA und PLA-haltige Fraktionen als auch PLA-Verbunde oder Blends vollständig aus Verpackungsabfällen separiert und zu hochwertigen PLA-Rezyklaten verarbeitet werden. Diese können zur Herstellung von Non-Food-Packmitteln oder Konsumgütern eingesetzt werden.


Erstellt am 31.8.2013

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