Salzkavernen als Stromspeicher

EWE plant Riesen- Batterie.

Das Oldenburger Energie- und Technologieunternehmen EWE will eine riesige Batterie bauen. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen dafür unterirdische Salzkavernen genutzt werden – Hohlräume, die durch den Abbau von Salz entstanden sind.Zwei mittelgroße Kavernen könnten eine Strommenge (Ladung) speichern, die eine Millionenmetropole wie Berlin für eine Stunde versorgen könnte. Damit würde die größte Batterie der Welt entstehen.Bislang werden die Kavernen für die Speicherung von Erdgas genutzt. Bei der neuen Riesenbatterie will EWE das Prinzip der sogenannten Redox-Flow-Batterie anwenden – dabei wird elektrische Energie in einer Flüssigkeit gespeichert. EWE geht davon aus, dass die erste Kavernenbatterie etwa Ende 2023 in Betrieb sein könne. Dem Plan zufolge sollen in den Kavernen neue, umweltverträgliche Komponenten verwendet werden, welche die Universität Jena entwickelt hat. Dabei kommen Salzwasser und recyclebare Polymere  zum Einsatz,. Wenn alles funktioniert, kann dies den Speichermarkt beziehungsweise den Markt für Regelenergie grundlegend verändern. EWE betreibt unter anderem im ostfriesischen Jemgum in einem unterirdischen Salzstock acht Kavernen, um darin Erdgas zu speichern.Foto: EWE – EWE Gasspeicher Rüdersdorf

AK
18.7.17

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